Projektseminar eLearning/Gruppe 5 - Blended Learning mit Moodle
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Inhaltsverzeichnis |
Gruppenvorstellung
Vorwort und Einführung
Im Rahmen des Projektseminars werden wir uns mit den verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten von E-Learning Szenarien näher auseinandersetzen. Aus der Sicht des Lehrenden werden wir anhand eines selbstentwickelten Blended-Learning Kurses auf die zahlreichen Funktionen von Moodle, einem Open-Source LMS, eingehen.
Was ist Moodle
Unter Moodle wird ein Open-Source E-Learning-Tool verstanden, welches eine leistungsfähige Ergänzung zu den Funktionen von KUSSS zur Verfügung stellt. Lehrende der JKU Linz können unter der Internet-Adresse http://elearn.jku.at/moodle/ virtuelle Lehrräume für den Einsatz in ihrer Lehrveranstaltung einrichten.
Moodle basiert auf der Theorie des konstruktivistischen Lernens. D.h., dass jeder Lernvorgang an vorhandenes Wissen und Lernerfahrungen anknüpft und mit dem vorhandenen Wissen abgeglichen wird. In der Auseinandersetzung mit diesen Vorerfahrungen und im Hinblick auf das künftige Einsatzfeld für das neue Wissen, erfolgt die Aneignung des Lernstoffes. Dieses Lernmodell wird in Moodle systematisch umgesetzt. Die Lernumgebung stellt den methodischen und instrumentellen Handlungsrahmen dar, der durch Inhalte und ein didaktisches Konzept der Unterrichtenden gefüllt werden muss. Entscheidend ist die Frage, welche Lernziele mit welchen Lernaktivitäten und Lernarrangements erreicht werden sollen. Moodle bietet dafür eine flexible Lernumgebung und ermöglicht durch vielfältige Lernaktivitäten eine abwechslungsreiche und an den Lernzielen orientierte Gestaltung des Lernens. Die aktive Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand erfolgt durch Kommunikation und in Gruppenarbeiten. Das isolierte Lernen Einzelner ist mit Moodle möglich, aber nicht Ziel der Lernumgebung.
(http://elearn.jku.at/moodle/mod/resource/view.php?id=4488, 6. Juli 2006)
Vorteile einer virtuellen Lernumgebung
Die Medien im Rahmen einer virtuellen Lernumgebung sollen folgende Prozesse ermöglichen und unterstützen:
* Wissensrepräsentation: Darstellung des Lernstoffes
* Motivation und Aktivierung des Lernenden
* Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrenden und den Lernenden untereinander sowie die Möglichkeit zur Strukturierung von Kommunikationsprozessen wie z.B. für das Einsenden von Übungsaufgaben und die Vergabe von Feedback usw.
* Unterstützung der Lernenden bei der Verarbeitung des Gelernten und bei der Organisation des eigenen Lernprozesses z.B. durch Feedback, Selbsttest, Archivierung und Weiterbearbeitung von Material, usw.
* Unterstützung bei der Reproduktion des Gelernten in Übungen, Anwendungen, Simulationen, Rückfragen, Tests, usw.
* Beurteilung des Lernfortschritts für die Lernenden selbst wie auch durch die Lehrenden durch Lernkontrollen, Prüfung, Zertifizierung, Tests, usw
(Bremer, C. (2001). Online lehren leicht gemacht! Leitfaden für die Planung und Gestaltung virtueller Hochschulverantstaltungen. In: Handbuch Hochschullehre, Raabe Verlag (S.1-39).)
Konzeptbeschreibung
Ziel unseres Gruppentreffen (6. April 2006):
Wir haben uns die Funktionen im Moodle genauer angesehen und überlegt welche davon für unser Szenario relevant sind. Wir haben beschlossen den Kalender aktiver zu verwenden um die einzelnen Kurstermine mit dem Kursdatum zu verlinken. Es wird hier, wenn man den Termin anklickt, das Thema der jeweiligen LVA angezeigt und ein Überblick über die behandelte Thematik gegeben.
Weiters werden wir als Wissensüberprüfung eine "Probeklausur" entwerfen anhand derer wir aufzeigen können, wie Studierende ihr aktuell erlerntes Wissen online überprüfen können. Wir sind uns aber bei dem Feedback, das dem Lernenden gegeben wird, noch nicht ganz einig. Im Kurs "Psychologische Grundlagen des E-Learning" haben wir den "Macht der Sinne -Test" durchgeführt. Hier wird die Bearbeitungszeit für jede Frage vorgegeben bzw. läuft ab. Danach bekommt der Lernende sowohl bei richtigen als auch bei falschen Antworten eine Benachrichtigung. Anders wäre es möglich, dass der Lernende nach dem er die Probeklausur einzelnen Aufgaben voranschreiben bzw. können wir uns so gegensausgefüllt hat in eine neue Seite einsteigt, in der die richtigen Antworten mit Erklärungen angegeben werden.
Wir haben uns in der Gruppe Meilensteine gesetzt, um den weiteren Projektverlauf zu planen bzw. so konstruktiver arbeiten zu können. Wir werden mehrere Face-to-Face Gruppentreffen abhalten, uns aber auch online über E-Mail und im Forum über Projektfortschritte informieren.
Termine, Kalender, Onlinekurs
Termine
Am Anfang, wenn ein Blended Learning Kurs gestaltet wird, steht die Festlegung von Terminen. Bevor diese nicht feststehen, hat es keinen Sinn sich über den weiteren Verlauf Gedanken zu machen. Wir sind nun so daran gegangen, dass jede Woche ein Termin stattfindet. Außer acht bleibt hier zunächst welcher Termin an der Uni abgehalten wird und welcher von zu hause aus via Computer „Online“ besucht werden kann. Die Uni Linz schreibt diesbezüglich vor wie viele Stunden ein Kurs haben muss.
Der erste Termin soll, und hier sind alle einer Meinung, ein Präsenztermin sein. Wichtig ist hier, dass sich die Studierenden kurz kennen lernen können und der Lehrenden den Semesterverlauf des Kurses vorstellt. Hier geht de Lehrende bereits auf die „Online“ Termine ein.
Zu jedem Termin können Lernunterlagen hochgeladen werden. Dies kann auf unterschiedliche weise geschehen. Es kann ein Link auf eine Datei oder eine Webseite erstellt werden. Für den Link auf die Webseite öffnet Moodle automatisch ein Fenster mit Google zur Suche der Webseite. Bei dem Link auf Datei können Dateien hochgeladen werden. Beiden gemein ist, dass die Lernunterlagen beschrieben werden müssen – anders werden sie nicht akzeptiert.
Weiters können reine Textdokumente gestaltet werden. Moodle bietet hier die Möglichkeit die mit oder ohne Editor zu machen. Der Editor bietet sehr viele Funktionen, die alle leicht verständlich sind und der Word-Plattform ähneln.
Wichtig ist hier, dass der Studierende zu jedem Thema Folien bekommt bzw. sich diese runterladen kann. Weiters werden die einzelnen Themen mit Literaturquellenangaben und einem Literaturskript unterstützt. Der Studierenden kann, sofern ein Bedarf besteht, sich eingehend mit den Themen auseinandersetzen.
Weiters ist die Festlegung der Termine wichtig, damit sie, sofern es sich um die Universität Linz handelt, ans Kusss übertragen werden. Dies ist wichtig weil sich die Studierenden zu dem Kurs anmelden müssen und weiters einen individuellen Stundenplan erstellen. Bei den Kursen sollte es ja nicht zu Überschneidungen kommen weshalb die Möglichkeit besteht, dass die Termine nochmals geändert werden müssen. Somit ist dieser Prozess mindestens 3 Wochen vor LVA Beginn durchzuführen.
Kalender
Der Kalender bietet 4 verschiedene Formen:
1. Persönliche Termine
2. Kurs Termine
3. Termine meiner Gruppe
4. Allgemeine Termine
Wenn die Termine bearbeitet werden, dies bezieht sich nur auf die ersten 3 da Moodle nur hier Einstellungsänderungen erlaubt, so klickt man auf „Neuer Termin“ im Bearbeitungsmodus. Hier stehen die 3 verschiedenen Formen zur Auswahl.
In unserem Fall haben wir die Kurs Termin im Kalender eingetragen und zu den Terminen einen kurzen Imput gegeben, damit die Studierenden auf einen Blick erkennen welchen Ziel der jeweilige Termin verfolgt. Datums und Zeitangaben können je nach Bedarf eingestellt werden.
Die Funktion „Termine meiner Gruppe“ wären nur sinnvoll wenn die einzelnen Gruppen zu unterschiedlichen Terminen auf die Uni kommen müssen.
Bei „Persönliche Termine“ können vom Lehrenden z.B. Sprechstunden eingetragen werden.
Eine Verknüpfung mit Outlook unterstützt Moodle nicht. Dies wäre interessant, wenn man vom Outlook automatisch erinnert wird, dann Kurs ist bzw. welches Thema in welcher Woche behandelt wird.
Online-Kurs
Wie bereits angeführt ist der Sinn des Blended Learning Kurses der, dass nicht alle Termine auf der Universität in den dortigen Räumen stattfindet, sondern die Studierenden von zu Hause aus den Kurs entweder online (streaming) oder in einer Aufzeichnung verfolgen können. Die Lernunterlagen bleiben somit die gleichen nur der Weg zu Universität bleibt erspart.
So einfach wie es klingt ist es leider nur für den Studierenden.
Der Lehrende hat hier viel Arbeit zu leisten. Eine eigene Lernaktivität bietet Moodle für einen Online-Kurs nicht.
Wir haben uns zunächst auf die einfachste Weise darauf geeinigt, ein praktisches Beispiel vorzuzeigen, welches auf einer Video-Aufzeichung basiert. Der LVA-Leiter Timo Gnambs der den Kurs „Gestaltung und Nutzung computerbasierter Lernumgebung“ leitet, stellte sich hierzu bereit. Mit einer einfachen Kamera wurde Herr Timo Gnambs gefilmt und anschließend dieses File auf den Server hochgeladen.
Diese Variante ist jedoch mit einigen Mangeln behaftet.
Die Speicherkapazität von Moodle war für uns User auf 15MB beschränkt. Das File hatte aber 46MB bei einer Dauer von nur 2 Minuten und 6 Sekunden. Dies Zeigt, dass ein Kurs von 1,5h gut 2 Gigabyte benötigt.
Weiters ist die Qualität nicht sehr überzeugend.
Die Folien die über den Projektor dargestellt werden sind nahezu unleserlich obwohl der Studierenden diese ja selbst ansehen kann – gespeichert und abrufbereit auf dem Server.
Einen Vorteil bietet diese Variante jedoch, dass der LVA-Leiter nur sehr geringe Anforderungen besitzen muss. Beispielsweise könnte der LVA-Leiter sich selbst Filmen wie er das Thema behandelt. Dieses File kann dann jeder Studierenden zu jeder beliebigen Zeit ansehen. Sollten Fragen bestehen, bietet Moodle ein Forum, Chat oder sonst einen direkten Mailverkehr mit dem LVA-Leiter.
Als weiters Beispiel wurde von uns die Fernuniversität Linz für Jus analysiert. Der dort seit mehr als 2 Jahren eingesetzte Streaming Server und das Studio für die LVA-Leiter bieten den Studierenden ausgezeichnete Möglichkeiten.
Die Qualität ist hervorragend, die Anwendung für den Studierenden sehr leicht und es können direkt während des Online-Termins Fragen gestellt werden. Dieses Verfahren stellt ein echtes Streaming dar, was bedeutet, dass der Studierende zur rechten Zeit eingeloggt sein muss um die LVA mitzuverfolgen.
Weiters bietet dieses System Aufzeichnungen, was bedeutet, dass der Studierenden die Files zu jeder Tag- und Nachtzeit ansehen kann, jedoch direkt keine Fragen mehr stellen kann.
Leider, so wurde uns mitgeteilt, ist diese Form nur für den Studierenden sehr leicht. Im Hintergrund sind sehr viele Personen damit beschäftigt so einen Kurs durchzuführen. Zusätzlich musste ein eigenes Tonstudio eingerichtet werden.
Diese beiden Beispiele zeigten welche Möglichkeiten sich für einen Blended Learning Kurs ergeben bzw. durch Moodle unterstützt werden.
Fazit: Möglich aber sehr aufwendig und mit Schwächen behaftet.
Basisfunktionen von Moodle zur Erstellung von Inhalten
Module
Hier werden Informationen zum Kurs und der Inhalt zu den jeweiligen Themen erstellt.
1. Funktionen allgemein
* Erstellen von Überschrift/Text auf der Kursseite * Erstellen eines Verzeichnisses bzw. Ordners * Erstellen von einer Textseite mit und ohne Editor * Fertige Dokumente hinzufügen * Link zur einer Website erstellen
Die Anwendung der oben angeführten Funktionen hat sehr gut funktioniert, da die Symbole im Bearbeitungsmodus meist selbsterklärend sind.
2. Funktion - Lernaktivitäten
* Chat - wird ohne Probleme in das Module hinzugefügt * Glossar – wird ohne Probleme in das Module hinzugefügt * Aufgabe erstellen – hier kann man alle möglichen Einstellungen vornehmen. Man hat die Möglichkeit eine oder mehrere Aufgaben bestimmten Gruppen anzuzeigen. Weiters kann die Größe der Datei bestimmt werden, die hochgeladen werden soll, sowie das Ersetzen der alten Datei durch das Hochladen von Neuen ist möglich. Man kann den Zeitraum angegeben innerhalb welchen man die Hausübung abgeben kann. Die Anzahl der Punkte pro Hausübung werden auch hier vom Lehrenden bestimmt. * ...
3. Terminkalender
Es wird in Moodle laufend an der Gestaltung des Terminkalenders gearbeitet, um einen optimalen Einsatz dieses Tools für eine Lehrverantstaltung gewährleisten zu können.
4. Erstellung eines zusätzlichen Moduls
* Inhalt hinzufügen, Löschen, Bearbeiten, Verbergen,... * Position ändern – so kann zum Beispiel, der Kalender von der linken Seite auf die rechte Seite verschoben werden dh. die Module können je nach Wichtigkeit geordnet werden bzw. je nach dem wie es dem Lehrenden am besten passt.
5. Position von Inhaltspunkten in Moodle
die Position von diesen kann beliebig geändert werden, so kann man die ganze Struktur, der zur Verfügung gestellten Informationen und Lerninhalten, beliebig gestalten.
Beispiel:
* Position 1: PPP - Organisatorisches * Position 2: Andere Arbeitsmaterialien * Position 3: Link zu einer bestimmten Website * Position 4: Forum, Chat * Position 5: Aufgabe
6. Erstellen eines Multiple Choice Tests
Multiple Choice: hier kann man beliebig viele Fragen erstellen und dafür schon im vorhinein Punkteanzahl bestimmen. Sind manche Antworten zum Teil richtig oder falsch, dann können dafür Punkte abgezogen werden (ein Abzugsfaktor in Prozent kann angegeben werden).
Zeitpunkt des Onlinestellens: Die Tests können ab einem bestimmten Zeitpunkt absolviert werden und nach der Terminüberschreitung wird er nicht mehr ersichtlich. Der Lehrende kann die Ergebnisse jederzeit bearbeiten, sowie die Punktvergabe ändern und ein Feedback erstellen. Die Ergebnisse können gleich nach der Durchführung des Tests zur Verfügung gestellt werden oder erst ab einem bestimmten Zeitpunkt.
Einstellungen
1. Administation - Punkte
* Bewertung anzeigen
* Man kann die Lernaktivitäten kategorisieren (Bsp: Aufgabe, Test, Gruppenübung – diese Kategorien können selbst von den Lehrenden bestimmt werden)
* Maximale Punkte sowie Extra Punkte vergeben
* Die kategorisierten Aktivitäten können gewichtet werden, dh. es wird jeder Lernaktivität, sei es eine Hausübung, ein Test oder eine Gruppenübung ein Gewicht zugeordnet.
* Es können sogar solche Einstellungen vorgenommen werden, dass die Lernaktivitäten, bei welchen die Teilnehmer die schlechteste Leistung erbracht haben, nicht in die Gesamtbeurteilung miteinbezogen werden.
* Es können Notenskala definiert werden. Zum Beispiel nach dem klassischen europäischen Schulsystem 1-5 oder nach dem amerikanischen Schulsystem A-E also mit einer Buchstabenbenotung. Dies kann jederzeit überbearbeitet werden.
* Es kann eine Gesamtnote für alle Teilnehmer berechnet werden und die Funktion „Keine Bewertung“ ermöglicht, dass gewisse Teilnehmer bei der Bewertung von bestimmten Aufgaben ausgenommen werden können (weil sie zum Beispiel krank waren, usw.)
Probleme
1. Einfügen und Bearbeiten von Arbeitsmaterialien
Beim Einfügen und Bearbeiten von Arbeitsmaterialien ist uns aufgefallen, dass wenn im Inhalt eines bestimmten Dokumentes das gleiche Wort vorkommt, wie die Überschrift bzw. der Titel eines anderen Dokumentes, so wird automatisch ein Link zu diesem Dokument erstellt. Dies erkennt man an dem veränderten Hintergrund des im Text vorkommenden Wortes. Das gleiche passiert bei der Beschreibung eines erstellten Themas. Kommt in der Beschreibung das gleiche Wort vor, wie der Titel des Themas, wird automatisch ein Link auf das eigene Dokument erstellt.
2. Gewichtung von Noten
Hier haben wir versucht, die Kategorien zu gewichten. Es trat das Problem auf, dass wir es nicht geschafft haben, dass die Gesamtgewichtung 1000 beträgt, obwohl wir unserer Meinung nach, die Werte richtig eingetragen haben.
Lernaktivitäten in Moodle
Chat
Wie erstellt man ein Chat-Forum mit Moodle?
Das funktioniert ganz einfach. Man geht zuerst auf den Bearbeitungsmodus und anschließend auf die jeweilige Lva, zu der man eine Chat-Sitzung einrichten möchte. Dort wählt man aus dem Fenster „Chat hinzufügen aus“. Es öffnet sich ein separates Fenster, mit dem man alle verschiedenen Einstellungen durchführen kann.
Zuerst gibt man die Bezeichnung des Chat-Forums ein. Diese Bezeichnung ist dann als Link auf der Kursseite ersichtlich. Als nächstes kann man eine Zusammenfassung anführen; man kann hier das Chatforum kurz beschreiben. Das Datum und die Zeit in der der Chat stattfinden soll kann auch genau definiert werden, muss aber nicht – kann auch ohne fixen Zeitpunkt eingerichtet werden.
Es kann auch eingestellt werden: „Jeden Tag zur gleichen Zeit“, „Jede Woche zur gleichen Zeit“. Weiters kann man auch die Zeit, in Tagen, einstellten nach denen die einzelnen Chat- Einträge wieder gelöscht werden sollen. Man kann die Chat- Protokolle für alle Teilnehmer ersichtlich oder nicht ersichtlich darstellen.
Als besondere Zusatzfunktion möchte ich auch auf die Einteilung in Gruppen hinweisen. Die Möglichkeit besteht einerseits getrennte Gruppen, mit deren Hilfe jedes Gruppenmitglied nur die Mitglieder seiner eigenen Gruppe sehen kann, und andererseits sichtbare Gruppen, mit deren Hilfe jede Gruppe in einer eigenen Gruppenumgebung arbeitet, die anderen Gruppen aber sehen kann, einrichten kann. Den Gruppenmodus kann man für Studierende entweder ersichtlich oder auch nicht ersichtlich schalten.
Dieses Modul betrachte wir als sehr umfangreich und als selbsterklärend. Unserer Meinung nach ist die Funktion auch für Lehrpersonal, welches weniger Erfahrungen mit Computeranwendungen hat, ohne Bedenken einsetzbar.
Forum
Wie erstelle ich ein Forum mit Moodle?
Das funktioniert ganz einfach. Man geht zuerst auf den Bearbeitungsmodus und anschließend auf die jeweilige Lva, zu der man ein Forum einrichten möchte. Dort wählt man aus dem Fenster „Forum hinzufügen aus“. Es öffnet sich ein separates Fenster, mit dem man alle verschiedenen Einstellungen durchführen kann.
Zuerst gibt man die Bezeichnung des Forums ein. Diese Bezeichnung ist dann als Link auf der Kursseite ersichtlich. Zusätzlich soll man einen Forentyp auswählen. Hier gibt es drei verschiedene zur Auswahl:
1. Einzeldiskussion:
ist ein Forum zu nur einem einzelnen Thema, für Kurse und sehr spezielle Diskussionen
2. Standard Forum:
ist ein offenes Forum, in dem jeder zu jeder Zeit ein neues Thema eröffnen kann
3. Kein hinzufügen von Themen und keine Antwort möglich:
ist ein Forum, in dem Teilnehmer/innen keine neuen Themen hinzufügen können und auch keine Meinung (Antworten) hinterlassen können, nützlich meist für Ankündigungen zu ihrem Kurs oder allgemeine Informationen.
Als nächstes kann man eine Zusammenfassung anführen; man kann hier das Forum kurz beschreiben.
Weiters kann man die Rechte der Teilnehmer/innen beschränken:
Die erste Möglichkeit ist: „Diskussionen und Antworten erlaubt“ Hier kann jede/r Teilnehmer/in ein Thema veröffentlichen und auch seine Meinung dazu abgeben.
Die zweite Möglichkeit ist: „Keine Diskussion- keine Antworten“ kann verwendet werden, wenn nur die Trainer/innen ein Thema festlegen, zu den man keine Diskussionen tätigen kann.
Die dritte Möglichkeit ist: „Keine Diskussion, aber Antworten erlaubt“ ermöglicht es den Trainer/innen ein fixes Thema vorzugeben, zu dem nur geantwortet werden kann.
Die Option: „Jede/r zwingend in diesem Forum eintragen“ bedeutet, dass man einstellen kann, ob jede/r automatisch ins Forum aufgenommen wird, der es betritt. Diese Teilnehmer bekommen auch ein email wenn im Forum etwas gepostet wird. (Kann aber unter Einstellungen im Moodle von den Teilnehmer/innen deaktiviert werden) Hier haben die Trainer/innen die Möglichkeit: „ ja zunächst-, ja für immer oder nicht angemeldet“ einzustellen.
Die Option „ja- zunächst“ erlaubt es den Mitglieder/innen sich selbst wieder abzumelden.
„Markierung ob Beiträge des Forums gelesen wurden“ - Mit dieser Funktion kann jede/r sehen welche Beiträge des Forums er/sie schon gelesen hat.
Die Größe für den Dateien- Upload kann auch festgelegt werden. (bis max. 15 MB.)
Mit der Option „RSS- Feed“ können Diskussionen oder Postings per RSS-Feed übermittelt werden. Hier kann die Zahl an RSS- Beiträgen begrenzt werden.
Die Funktion „Bewertung von Beiträgen“ ist auch sehr nützlich. Hier kann man mit Hilfe einer Bewertungsskala von 1 – 100 Bewertungen zu den einzelnen Beiträgen abgeben. Es kann eingestellt werden ob nur Lehrende oder auch Studierende Bewertungen abgeben kann, und ob jede/r alle Bewertungen auch von den anderen Teilnehmer/innen sehen kann oder nicht. Für diese Bewertung kann auch ein bestimmter Zeitraum festgelegt werden.
Die Gruppenfunktion (Einteilung in Gruppen) ist ebenfalls enthalten. Diese weist die gleichen Möglichkeiten, wie das Chat-Forum auf (siehe Chat oben).
Im Gegensatz zum Chat ist die Einrichtung eines Forums viel umfangreicher. Man muss sich damit schon näher beschäftigen um die Einstellungen richtig tätigen zu können. Jedoch ist zu jeder Funktion wiederum eine selbsterklärende Hilfefunktion vorhanden. Ist also auch kein Problem dieses Feature professionell im Unterricht einzusetzen.
Glossar
Wie gestalte ich ein Glossar mit Moodle?
Das funktioniert ganz einfach. Man geht zuerst auf den Bearbeitungsmodus und anschließend auf die jeweilige Lva, zu der man ein Glossar einrichten möchte. Dort wählt man aus dem Fenster „Glossar hinzufügen aus“. Es öffnet sich ein separates Fenster, mit dem man alle verschiedenen Einstellungen durchführen kann.
Zuerst gibt man die Bezeichnung des Glossars ein. Diese Bezeichnung ist dann als Link auf der Kursseite ersichtlich. Als nächstes kann man eine Zusammenfassung anführen, mit deren Hilfe man das Glossar kurz beschreiben kann.
Als nächstes kann man die Zahl der Beiträge pro Seite festlegen. Ebenso sollte man den Typ des Glossars festlegen. Es besteht die Möglichkeit zwischen einem Haupt- und einem Nebenglossar auszuwählen. Es gibt jedoch pro Kurs nur ein Hauptglossar und mehrere Nebenglossars. Die Nebenglossars können aber ins Hauptglossar exportiert werden.
Man kann festlegen ob die Teilnehmer/innen auch Einträge vornehmen können, oder nicht. Ebenso kann man festlegen, ob Doppeleinträge zulässig sind, oder nicht. Es kann auch eingestellt werden ob die Teilnehmer/innen Kommentare abgeben können, bzw. auch ob eine Druckansicht möglich ist.
„Automatisch verbundene Einträge im Glossar“ – Diese Funktion führt automatisch dazu, dass ein Wort, dass in irgendeinem Beitrag des Kurses vorkommt automatisch mit dem Glossar verknüpft wird, wenn es dort eingetragen ist. Zur nochmaligen Überprüfung eines Eintrages, der von den Teilnehmenden verfasst wird, gibt es die Möglichkeit, den Eintrag zuerst für die Kursteilnehmenden unsichtbar zu machen und erst nach Überprüfung durch die Lehrenden anzeigen zu lassen.
Das Layout kann auch zwischen einen klassischen Wörterbuchstil einem FAQ u.v.m. gewechselt werden. Die Suchfunktion kann mit Sonderzeichen ermöglicht werden. Die Anzeige der Einträge kann auch nach Alphabet gereiht werden. Die Einträge können von den Teilnehmenden, entweder immer, oder nur zu bestimmten Zeiten durchgeführt werden. Ebenso können die Einträge auch mittels einer Bewertungsskala von 1 – 100 bewertet werden. Die Bewertung kann aber auch nur für Einträge, die in einer bestimmten Zeit durchgeführt worden sind, frei geschalten werden, falls dies erwünscht ist.
Das Glossartool ist auch sehr umfangreich und professionell ausgeführt und ist auf alle Fälle zu empfehlen. Die Frage ist jedoch ob dieses Modul für einen gewöhnlichen Kurs, der nur ein Semester dauert erforderlich ist. Hier müsste das Glossar Kurs- übergreifend eingesetzt werden. Bspw. ein Glossar für alle Informatikkurse oder für alle finanzmathematischen Kurse. Somit können die Einträge weiterverwendet werden. Ebenso stellt sich die Frage welche/r Kursteilnehmer/in bereit ist hier für einen Kurs Glossareinträge vorzunehmen.
Journal
Wie erstelle ich ein Journal mit Moodle?
Hier können die Trainer/innen die Kursteilnehmer/innen auffordern, sich mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen. Die Kursteilnehmer/innen haben die Möglichkeit sich in einem festgelegten Zeitraum mit dem Thema zu beschäftigen und zu antworten. Diese Antwort ist jedoch privat und kann nur von der/ dem Trainer/in gesehen werden, der ein Feedback und eine Bewertung auf jeden Journaleintrag anbieten kann.
Die LVA-Leiter/innen können zu den einzelnen Antworten bzw. Berichten Punkte, mit Hilfe einer Bewertungsskala, von 1 – 100 vergeben. Diese Funktion eignet sich vor allem zur Bewertung von Hausübungen. Ebenso können der Zeitraum und die Gruppeneinteilung festgelegt werden.
Das Journal ist ein sehr hilfreiches Tool zur Aufgabenstellung und Bewertung und kann ohne Probleme im Unterricht eingesetzt werden. Die Lehrenden müssen auch kein besonderes Technisches Knowhow mitbringen, da wiederum alle Funktionen selbsterklärend sind.
Umfrage
Das Umfrage-Modul bietet eine Reihe geprüfter Umfrageinstrumente, die als sinnvoll erachtet werden, um das Lernen in Online-Umgebungen anzuregen und zu überprüfen. Trainer/innen können Daten von ihren Teilnehmern erheben. Dadurch kann die Gruppe besser kennen gelernt werden und die Teilnehmer können individuelles Feedback erhalten.
Wir haben die Umfrage Lernerfolg in Form der Befragungsart „COLLES“ (dazu mehr im nächsten Absatz) erstellt. Sie soll zeigen, wie gut dieser Kurs die Teilnehmer beim Lernen unterstützt hat. Anhand von 24 Aus-sagen vergleichen die Teilnehmer die bevorzugten (idealen) Lern-weisen mit ihren tatsächlichen Erfahrungen in diesem Kurs. Es gibt daher keine 'richtigen' oder 'falschen' Antworten. Ziel ist es festzustel-len wie sehr Moodle zum Lernerfolg beigetragen hat. Aufgrund der Ergebnisse der Umfrage können für weitere Kurse Verbesserungen vorgenommen werden.
Befragungsarten
Momentan bietet Moodle nur spezielle Arten von Befragungen an. COLLES - Constructivist On-Line Learning Environment Survey (Konstruktivische Bewertung der Online-Lern-Umgebung) Colles enthält 24 Aussagen, die in 6 Gruppen eingeteilt werden, jede davon hilft uns die Qualität einer Online-Lern-Umgebung zu hinterfragen: Bedeutung Wie bedeutend ist das Online-Lernen für die Berufspraxis der Studenten? Widerspiegelung Stimuliert das Online-Lernen das studentische kritisch-reflektive Denken? Interaktivität In welchem Maße engagieren sich Studenten onli-ne in Bildungs-Dialogen? Trainer/innen und ihre Unterstützung Wie gut ermöglichen es Trainer/innen den Studenten online am Lernen teilzunehmen? Gruppenunterstützung Wird von Kommilitonen eine feinfühlige und an-spornende Unterstützung gegeben? Interpretation Haben Teilnehmer/innen und Trainer/innen einen guten Spürsinn für die gegenseitige Online-Kommunikation?
ATTLS - Attitudes to Thinking and Learning Survey – Einstellung zur Denk- und Lern-Bewertung
Die Theorie der "Arten des Denkens" stammt ursprünglich aus der Geschlechtsforschung. Ziel ist es die Qualität der Gespräche innerhalb einer Gemeinschaft zu überprüfen.
Weiters kann man bei der Erstellung einer Umfrage den Gruppenmodus auswählen. Für diesen stehen drei Einstellungen zur Verfügung:
* Keine Gruppen - es gibt keine Untergruppen, jede/r ist Teil der gesamten Großgruppe
* Getrennte Gruppen - jedes Gruppenmitglied kann nur die Mitglieder der eigenen Gruppe sehen, andere sind unsichtbar
* Sichtbare Gruppen - jede Gruppe arbeitet in der eigenen Gruppenumgebung, kann aber die anderen Gruppen sehen
Übernimmt man Voreinstellungen von Moodle so ist eine Umfrage schnell erstellt. Ansonsten ist sie sehr aufwendig, da für die Erstellung ausreichendes Fachwissen vorhanden sein muss bzw. man sich an eine zweckmäßige Literatur anlehnen sollte.
Abstimmung
Eine Abstimmung ist sehr einfach zu nutzen. Der/die Trainer/in gibt eine Frage mit mehreren verschiedenen Antwortmöglichkeiten vor. Durch eine Abstimmung können z.B. die Teilnehmer angeregt werden über ein bestimmtes Thema nachzudenken. Den Teilnehmern bietet sich beispielsweise dadurch aber auch die Möglichkeit mitzubestimmen welche Themen behandelt werden sollen. Wir haben die Abstimmung Klausurtermin entworfen. So kann z.B. für alle Teilnehmer ganz einfach ein akzeptabler Nachklausurtermin gefunden werden.
Bei der Erstellung einer Abstimmung gibt es unter anderem die Einstellung Zeitbeschränkung. Diese erlaubt die Festlegung eines bestimmten Zeitraums in dem die Kursteilnehmer berechtigt sind ihre Abstimmung durchzuführen. Diese Funktion kann natürlich auch deaktiviert werden.
Befragung
Die Lernaktivität Befragung erlaubt es eine Reihe von verschiedensten Arten von Fragestellungen (offene, geschlossene, etc.) zu verwenden. Ein Beispiel für eine Befragung wäre die Erstellung einer Probeklausur. Diese kann sowohl offene wie auch geschlossene Antworten bzw. Multiple Choice Antworten enthalten.
Bei der Erstellung gibt es wieder die Möglichkeit den Zeitraum für die Durchführung zu definieren. Weiters kann eingestellt werden, ob die Kursteilnehmer die Möglichkeit haben ihre Antworten zu korrigieren, oder ob sie nur einmal antworten dürfen. Eine weitere Einstellung ermöglich es die Befragung anonym durchzuführen oder unter Angabe des vollständigen Namens.
Auch die Erstellung einer Befragung ist sehr aufwendig, wenn die Fragen erst zusammengestellt und in das System eingespielt werden müssen.
Aufgabe, SCORM/AICC, Wiki
Aufgabe
Bei dieser Lernaktivität hat der Lehrende die Möglichkeit, den Studierenden eine Aufgabe zu stellen. Neben der genauen Aufgabenstellung gibt es die Möglichkeit, die Verfügbarkeit der Aufgabe einzurichten, sowie die üblichen Kriterien: Gruppen oder nicht, Bearbeitung offline oder online.
Der Trainer kann sich per eMail über eingereichte Aufgaben verständigen lassen, muss dies jedoch nicht tun. Für die Studierenden besteht die Möglichkeit, die vom Trainer bewertete Aufgabe nochmals zu überarbeiten, wenn der Trainer dies erlaubt – diese Möglichkeit ist ebenfalls individuell einstellbar.
SCORM/AICC
Bei dieser Lernaktivität kann man ein Paket mit Lerninhalten erstellen. In diesem Paket können zum Beispiel Grafiken, Webseiten und ähnliches enthalten sein. Beim Erstellen von einem solchen Paket kenn ich mich noch nicht aus. Es muss auf jeden Fall Dateien mit gewissen Endungen enthalten.
Der Anwender sieht die Anwendungen des Pakets der Reihe nach und muss diese bearbeiten. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten der Bewertung, wie etwa die Summe, den Durchschnitt, die Höchstnote oder SCO Situation: Dieser Modus zeigt die Zahl der gsehenen/bearbeiteten Lernobjekte (SCOes) in der Aktivität. Der Höchstwert entspricht der Zahl der SCOes.
WIKI
Bei dieser Aktivität wird ein Text für alle zur Verfügung gestellt. Jeder Teilnehmer kann diesen Text lesen und weiterbearbeiten. In Gruppen wird über den Text diskutiert, Meinungen ausgetauscht, der Text kann beliebig verändert werden. Alte Versionen sind jederzeit wieder aufrufbar. Weiters besteht die Möglichkeit, Dateien und Bilder hochzuladen.
Termin, Kalender, Online-Kurs
Termine
Am Anfang, wenn ein Blended Learning Kurs gestaltet wird, steht die Festlegung von Terminen. Bevor diese nicht feststehen, hat es keinen Sinn sich über den weiteren Verlauf Gedanken zu machen. Wir sind nun so daran gegangen, dass jede Woche ein Termin stattfindet. Außer acht bleibt hier zunächst welcher Termin an der Uni abgehalten wird und welcher von zu hause aus via Computer „Online“ besucht werden kann. Die Uni Linz schreibt diesbezüglich vor wie viele Stunden ein Kurs haben muss.
Der erste Termin soll, und hier sind alle einer Meinung, ein Präsenztermin sein. Wichtig ist hier, dass sich die Studierenden kurz kennen lernen können und der Lehrenden den Semesterverlauf des Kurses vorstellt. Hier geht de Lehrende bereits auf die „Online“ Termine ein.
Zu jedem Termin können Lernunterlagen hochgeladen werden. Dies kann auf unterschiedliche weise geschehen. Es kann ein Link auf eine Datei oder eine Webseite erstellt werden. Für den Link auf die Webseite öffnet Moodle automatisch ein Fenster mit Google zur Suche der Webseite. Bei dem Link auf Datei können Dateien hochgeladen werden. Beiden gemein ist, dass die Lernunterlagen beschrieben werden müssen – anders werden sie nicht akzeptiert.
Weiters können reine Textdokumente gestaltet werden. Moodle bietet hier die Möglichkeit die mit oder ohne Editor zu machen. Der Editor bietet sehr viele Funktionen, die alle leicht verständlich sind und der Word-Plattform ähneln.
Wichtig ist hier, dass der Studierende zu jedem Thema Folien bekommt bzw. sich diese runterladen kann. Weiters werden die einzelnen Themen mit Literaturquellenangaben und einem Literaturskript unterstützt. Der Studierenden kann, sofern ein Bedarf besteht, sich eingehend mit den Themen auseinandersetzen.
Weiters ist die Festlegung der Termine wichtig, damit sie, sofern es sich um die Universität Linz handelt, ans Kusss übertragen werden. Dies ist wichtig weil sich die Studierenden zu dem Kurs anmelden müssen und weiters einen individuellen Stundenplan erstellen. Bei den Kursen sollte es ja nicht zu Überschneidungen kommen weshalb die Möglichkeit besteht, dass die Termine nochmals geändert werden müssen. Somit ist dieser Prozess mindestens 3 Wochen vor LVA Beginn durchzuführen.
Kalender
Der Kalender bietet 4 verschiedene Formen:
1. Persönliche Termine
2. Kurs Termine
3. Termine meiner Gruppe
4. Allgemeine Termine
Wenn die Termine bearbeitet werden, dies bezieht sich nur auf die ersten 3 da Moodle nur hier Einstellungsänderungen erlaubt, so klickt man auf „Neuer Termin“ im Bearbeitungsmodus. Hier stehen die 3 verschiedenen Formen zur Auswahl.
In unserem Fall haben wir die Kurs Termin im Kalender eingetragen und zu den Terminen einen kurzen Imput gegeben, damit die Studierenden auf einen Blick erkennen welchen Ziel der jeweilige Termin verfolgt. Datums und Zeitangaben können je nach Bedarf eingestellt werden.
Die Funktion „Termine meiner Gruppe“ wären nur sinnvoll wenn die einzelnen Gruppen zu unterschiedlichen Terminen auf die Uni kommen müssen.
Bei „Persönliche Termine“ können vom Lehrenden z.B. Sprechstunden eingetragen werden.
Eine Verknüpfung mit Outlook unterstützt Moodle nicht. Dies wäre interessant, wenn man vom Outlook automatisch erinnert wird, dann Kurs ist bzw. welches Thema in welcher Woche behandelt wird.
Online-Kurs
Wie bereits angeführt ist der Sinn des Blended Learning Kurses der, dass nicht alle Termine auf der Universität in den dortigen Räumen stattfindet, sondern die Studierenden von zu Hause aus den Kurs entweder online (streaming) oder in einer Aufzeichnung verfolgen können. Die Lernunterlagen bleiben somit die gleichen nur der Weg zu Universität bleibt erspart.
So einfach wie es klingt ist es leider nur für den Studierenden.
Der Lehrende hat hier viel Arbeit zu leisten. Eine eigene Lernaktivität bietet Moodle für einen Online-Kurs nicht.
Wir haben uns zunächst auf die einfachste Weise darauf geeinigt, ein praktisches Beispiel vorzuzeigen, welches auf einer Video-Aufzeichung basiert. Der LVA-Leiter Timo Gnambs der den Kurs „Gestaltung und Nutzung computerbasierter Lernumgebung“ leitet, stellte sich hierzu bereit. Mit einer einfachen Kamera wurde Herr Timo Gnambs gefilmt und anschließend dieses File auf den Server hochgeladen.
Diese Variante ist jedoch mit einigen Mangeln behaftet.
Die Speicherkapazität von Moodle war für uns User auf 15MB beschränkt. Das File hatte aber 46MB bei einer Dauer von nur 2 Minuten und 6 Sekunden. Dies Zeigt, dass ein Kurs von 1,5h gut 2 Gigabyte benötigt.
Weiters ist die Qualität nicht sehr überzeugend.
Die Folien die über den Projektor dargestellt werden sind nahezu unleserlich obwohl der Studierenden diese ja selbst ansehen kann – gespeichert und abrufbereit auf dem Server.
Einen Vorteil bietet diese Variante jedoch, dass der LVA-Leiter nur sehr geringe Anforderungen besitzen muss. Beispielsweise könnte der LVA-Leiter sich selbst Filmen wie er das Thema behandelt. Dieses File kann dann jeder Studierenden zu jeder beliebigen Zeit ansehen. Sollten Fragen bestehen, bietet Moodle ein Forum, Chat oder sonst einen direkten Mailverkehr mit dem LVA-Leiter.
Als weiters Beispiel wurde von uns die Fernuniversität Linz für Jus analysiert. Der dort seit mehr als 2 Jahren eingesetzte Streaming Server und das Studio für die LVA-Leiter bieten den Studierenden ausgezeichnete Möglichkeiten.
Die Qualität ist hervorragend, die Anwendung für den Studierenden sehr leicht und es können direkt während des Online-Termins Fragen gestellt werden. Dieses Verfahren stellt ein echtes Streaming dar, was bedeutet, dass der Studierende zur rechten Zeit eingeloggt sein muss um die LVA mitzuverfolgen.
Weiters bietet dieses System Aufzeichnungen, was bedeutet, dass der Studierenden die Files zu jeder Tag- und Nachtzeit ansehen kann, jedoch direkt keine Fragen mehr stellen kann.
Leider, so wurde uns mitgeteilt, ist diese Form nur für den Studierenden sehr leicht. Im Hintergrund sind sehr viele Personen damit beschäftigt so einen Kurs durchzuführen. Zusätzlich musste ein eigenes Tonstudio eingerichtet werden.
Diese beiden Beispiele zeigten welche Möglichkeiten sich für einen Blended Learning Kurs ergeben bzw. durch Moodle unterstützt werden.
Fazit: Möglich aber sehr aufwendig und mit Schwächen behaftet.
Fazit/Erfahrunen der Gruppe
Fazit
Wieder ein Semester vorbei. Ein kleiner Rückblick aus unserer Sicht: Mit einer sehr großen Anzahl an Gruppenmitgliedern, sieben an der Zahl, war für uns die Koordination natürlich eine gewisse Herausforderung. Aber sowie unsere Lehrveranstaltungsleitering und so manch anderer sich nicht sicher war, ob das funktionieren würde, so gut und reibungslos war dann auch der Ablauf. Jeder hat sich schnell eine Rolle und ein Aufgabengebiet in unserem Thema gefunden. Die Gruppentreffen waren relativ leicht zu organisieren. Durch unterschiedlichste neue Medien hatten immer alle Mitglieder alle Informationen und kannten die aktuellen Arbeitsaufträge.
Was konnten wir nun aus unserem Thema mitnehmen?
Für uns war es eine interessante Erfahrung die andere Seite sehen und kennen zu lernen. Wir wissen ja was sich Studenten von einem Lehrveranstaltungsleiter wünschen, damit alles rund abläuft. Was muss dieser aber bei der Vorbereitung bedenken? Sich da hineinzuversetzen und das in „geregelte“ Bahnen mit der Unterstützung von Moodle zu bekommen ist wie wir feststellen mussten eine Herausforderung. Moodle kann gut organisierten Lehrveranstaltungsleitern ein tolles Informations- und Kommunikationstool sein, das konnten wir auf jeden Fall mitnehmen. Zusätzlich könnte es noch mehr eingesetzt werden, dazu braucht man aber doch ein gut fundiertes Wissen über Moodle.
Was haben wir insgesamt aus der LVA mitgenommen?
ePortfolio
…damit hat man die Möglichkeit sich selbst der großen weiten Welt vorzustellen, sein Curriculum Vitae veröffentlichen usw. Für uns hatte es vor allem den Vorteil, dass man mehr über andere Kollegen aus der Lehrveranstaltung erfahren konnte.
Computerbasierte Lernumgebung
Es wurden uns einige CBTs vorgestellt und nach unterschiedlichen Kriterien beurteilt. Beeindruckend war auf jedenfall die Präsentation, wie taube und stumme Menschen comuterunterstützt lernen.
Webquest
Ein sehr interessantes Thema. Die fundierte theoretische Einführung war ganz wichtig. Auch die didaktische Herangehensweise war aus unserer Sichtweise sehr interessant. Mit diesem Thema hatten wir uns alle noch kaum auseinander gesetzt.
Social Software
Der Begriff hat uns am meisten in dieser Lehrveranstaltung beschäftigt. Die vielen unterschiedlichen Aspekte brachten uns zum Staunen. Manche/r aus unserer Gruppe war beeindruckt, welch gute Möglichkeiten Social Software für die eigenen Interessen bietet. Jeder der drei Vorträge vermittelte wieder Neues und präsentierte den Umgang mit Social Software von einer ganz anderen Seite.
Für uns war die Lehrveranstaltung sehr interessant. Am Anfang war es etwas schwierig für uns festzustellen was jetzt wo publiziert werden muss, und wo wir dann was finden. Vielleicht waren drei Tools ein bisserl viel für eine Veranstaltung, aber Herausforderungen sind ja dazu da, um gemeistert zu werden und daraus Erfahrungen zu ziehen.
Gelernt haben wir vieles, an Erfahrungen sind wir reich geworden. Aber dieser Spruch von John Naisbitt wurde uns manchmal auch bestätigt:
„Wir ertrinken in Informationen und hungern nach Wissen.“
Literatur, Quellen
Downes, S. (2005). Places to Go: Moodle. Innovate. Journal of online education, 2(2). [Online] Verfügbar unter: http://www.innovateonline.info/index.php?view=article&id=245 [14.3.2005]
Bremer, C. (2001). Online lehren leicht gemacht! Leitfaden für die Planung und Gestaltung virtueller Hochschulverantstaltungen. In: Handbuch Hochschullehre, Raabe Verlag (S.1-39). [Online] Verfügbar unter: http://www.bremer.cx/paper13/artikelraabe_bremer03.pdf [14.3.2005]
Kerres, M. (2002). Online- und Präsenzelemente in hybriden Lernarrangements kombinieren. In A. Hohenstein & K. Wilbers (Hrsg.), Handbuch E-Learning. Köln: Fachverlag Deutscher Wirtschaftsdienst. [Online] Verfügbar unter: http://mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de/drupal/files/kombi-hybridenLA.pdf [14.3.2005]
http://elearn.jku.at/moodle/mod/resource/view.php?id=4488, 6. Juli 2006