Projektseminar eLearning/Gruppe 3 - Webquest - Einführung und Theorie
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Definition von WebQuests
Quest = englisch und heißt übersetzt "Suche", "Web" bezieht sich auf das WorldWideWeb. Frei übersetzt, bedeutet WebQuest => Abenteuerliche Spurensuche im Internet. (Vgl. WebQuest für Eilige am 6.4.2006)
WebQuests können als didaktische Suchspiele bezeichnet werden, bzw. als komplexe computerunterstützte Lern-/Lehrarrangements. (Vgl. Wikipedia am 6.4.2006)
Mit einem WebQuest gibt man SchülerInnen die Möglichkeit, durch problemorientierte Handlungsweisen an ein Thema heranzugehen und dieses nach einer mehr oder weniger vorgegebenen Struktur zu erarbeiten. (Vgl. Wikipedia am 6.4.2006)
Die Erarbeitung ist sowohl in Einzel- wie auch in Gruppenarbeit möglich. Der WebQuest kann direkt über Internet aufgerufen werden oder auf einem lokalen Rechner von den SchülerInnen als html-Datei abgelegt werden.
Der WebQuest ist ein didaktische Modell, um sinnvoll mit PC und Internet zu arbeiten.(Vgl. WebQuest für Eilige am 6.4.2006)
Entwicklung und Enstehung von WebQuests
In unserer heutigen kommunikations- und technologielastigen Gesellschaft, ist es gerade für junge Menschen äußerst wichtig, die neuen Medien sinnvoll und effektive für ihre Zwecke nutzen zu können. Gerade im Schulalltag sind die Schüler oft gefordert, Informationen für verschiedene Arbeitsaufgaben zu beschaffen. Leider kommt es durch die überproportionale Anzahl von Informationen zur Überlastung und die Übersicht an nützlichen Informationen geht verloren.
Hier setzen WebQuests an. Durch ihre angeleitete Struktur, Vorgabe von relevanten Informationsstellen, Links, Arbeitsmaterialen etc. lernen die Schüler Informationen effizient zu beschaffen, auszuwerten und für ihre Arbeit zu verwenden. Weiters verbleibt ihnen durch die Vorselektion der Informationen mehr Zeit für die eigentliche Bearbeitung. (Vgl. Warum WebQuests am 06.04.2006)
Herkunft und Entwicklung
Das Webquest-Modell wurde 1995 von Bernie Dodge an der San Diego State University (Link zur Person weiter unten) konzipiert. Er definiert den WebQuest als "an inquiry-oriented activity in which most or all of the information used by learners is drawn from the Web. WebQuests are designed to use learners' time well, to focus on using information rather than looking for it, and to support learners' thinking at the levels of analysis, synthesis and evaluation." Zitat Bernie Dogde am 06.04.2006)
Dodge hat in zwei Arten - Short term und Long term Quest - unterschieden. Heinz Moser, ein Medienpädagoge aus der Schweiz hat die Methode in den deutschprachigen Raum gebracht und das Modell noch weiter entwickelt. Er unterscheidet in drei Grundformen, die nachstehend beschrieben werden. Weiters argumentiert er, dass das Internet als alleiniges Suchinstrument zu eindimensional ist, und erweitert die Recherche auf Bücher, Zeitschriften und CD-Roms.
Nach seiner Ansicht sollen PC und Internet als Werkzeuge unter vielen anderen, die für den Unterricht eingesetzt werden können, fungieren. Auch steht die Präsentation der WebQuest-Ergebnisse im Vordergrund. Sie soll als Motivation zur Erarbeitung einer "Wissenswelt" gesehen werden. Im Sinne der Lernspirale sollen diese Wissenswelten dann wiederum als Ausgangspunkt für neue Projekte und Lerngruppen dienen.
Ausgehend von diesem Gedanken finden seit 1999 WebQuest-Wettbewerbe für Schulen und Schulklassen der Volksschulen statt, wo die besten Wissenswelten ausgezeichnet werden. (Vgl. Methodenlexikon Sowi-Online am 06.04.2006)
Lerntheorien
Jeder Unterricht, jede Lehr/Lerneinheit wird von einem lerntheoretischen Hintergrund unterstützt, ungeachtet dessen, ob sich der Lehrende/Lernende darüber bewusst ist.
Nach Ansicht der Erfinder Tom March und Bernie Dogde, zeigt die WebQuest-Methode Anzeichen eines konstruktivistischen Lernansatzes auf:
- Der Lernende kann nur dann etwas lernen, wenn er aktiv am Lernprozess beteiligt ist. Es ist daher wichtig den Lernenden zu motivieren, dies geschieht wiederrum nur dann, wenn er Interesse am Lerngegenstand entwickelt.
- Das Lernen wird durch den Lernenden selbst gesteuert und kontrolliert, wobei das Ausmaß der Steuerung und Kontrolle variieren kann. Aber ohne Selbststeuerung kann der Lernprozess nicht erfolgen.
- Das Lernen ist konstruktiv. Nur durch die Einbringung eigener Erfahrungs- und Wissenswerte, sowie daraus abgeleiteter individueller Interpretationen kann ein kognitiver Prozess stattfinden.
- Lernen erfolgt stets in spezifischen Kontexten.
- Lernen ist schließlich noch ein sozialer Prozess. Der Lernende und seine Aktivitäten sind soziokulturellen Einflüssen ausgesetzt, weiters ist Lernen ein interaktives Geschehen.
Bei der Verwendung von WebQuests darf die unterschiedliche Rollenverteilung nicht außer acht gelassen werden, da es zu Veränderungen in der klassischen Rollenverteilung von Lehrer und Lernenden kommt. Der Lehrer muss seine Schüler auf diese Veränderung hinweisen. (Vgl. Lerntheorien am 06.04.2006)
Das neue Rollenverständnis
Beim WebQuest weicht der Lehrer vom klassischen Frontalunterricht ab. Die Schüler werden aufgefordert, selbst Wissen zu erarbeiten, eine Aufgabe zu lösen und die Ergebnisse in der Klasse zu präsentieren. Der Lehrer hat nicht mehr die Rolle des Wissensvermittlers über, sonder die eine Coaches, der den Lernprozess begleitet. Die Hauptaufgabe des Lehrers liegt in der Vor- und Nachbereitung der Aufgaben, in der Lernbegleitung und in der Abgabe von Feedback.
Die konkrete Wissensvermittlung erfolgt durch die Schüler selbst. Dadurch lernen die Schüler komplexe Aufgabenstellungen selbstständig in der Gruppe zu lösen, zu strukturieren, aufzubereiten und als Präsentation vorzutragen. (Vgl. Rollenbild am 06.04.2006)
Arten von WebQuests
Bernie Dodge, ein Professor für Educational Technology an der San Diego State University ist der Erfinder der WebQuests. Er unterscheidet einen Webquest nach seiner zeitlichen Dauer.
- Kleiner WebQuest: Ein WebQuest wird für ein bestimmtes Projekt von den Schülern ins Leben gerufen und verwendet. Sie erhalten eine bestimmte Menge an Informationen zu einem Sachgebiet und setzen sich damit innerhalb weniger Unterrichtsstunden auseinander. Am Ende der Bearbeitung wird das Ergebnis den Mitschülern präsentiert.
- Großer WebQuest: Die Bearbeitung erstreckt sich meist über ein ganzes Schuljahr. Die Fragestellung ist komplex und Ziel ist es, den Wissensstand zu einem bestimmten Thema zu vertiefen. Daneben sollen noch Problemlösungsansätze erarbeitet werden.
Heinz Moser, ein schweizer Medienpädagoge, der die WebQuest-Methode in den deutschsprachigen Raum gebracht hat, unterscheidet in drei weitere Grundformen:
- Verdichtung von Informationen zu Wissens- und Erfahrungswelten
- Problemlösungs-WebQuests
- WebQuests im kommunikativen Austausch
Weiters können WebQuest als Rollen- oder Planspiele aufgebaut werden, wo die Schüler die Thematik aus der Sicht verschiedener Rollen heraus erarbeiten und so zu unterschiedlichen Lösungs- und Denkweisen kommen. (Vgl. Arten von WebQuests am 6.4.2006)
Anleitung zur Erstellung eines WebQuests
1) Einführung, Thema: Zu Beginn eines WebQuests wird der Lernende mit einer Frage konfrontiert. Ziel muss es dann sein, dafür eine Lösung zu finden und dadurch Motivation entstehen zu lassen.
2) Aufgabe: Der nächste Schritt ist die Formulierung der Aufgabe. Die Schwierigkeit sollte von der Gruppe abhängig sein. Gruppe deshalb, da Lösungen meistens von mehreren Personen erarbeitet werden sollen.
3) Materialien: Die Lernenden bekommen zur Bearbeitung ihrer Aufgabe Links, Bücher, Software, etc. zu Verfügung gestellt. Diese werden im WebQuest aufgelistet.
4) Prozess: Hilfe bekommen die User durch einen Leitfaden bzw. die Beschreibung des Prozesses der als Lösungsunterstützung gesehen werden kann.
5) Evaluation: Abschließend soll dem Lernenden die Möglichkeit gegeben werden, den Lernprozess zu beurteilen.
6) Präsentation: Der letzte Punkt umfasst die Präsentation der Ergebnisse, die in der Gruppe erarbeitet wurden. Die Form der Darbringung kann beispielsweise durch PowerPoint geschehen.
Quellen:
Vgl. Einführung in die WebQuest-Methode am 1.6.2006
Vgl. Struktur WebQuest am 1.6.2006
Vgl. Die WebQuest-Schritte im einzelnen am 1.6.2006
Vgl. Erstellung von Webquests am 1.6.2006
Vgl. WebQuests - Unterricht und Internet am 1.6.2006
Anwendungsbereiche
WebQuest können prinzipiell überall, wo Wissen vermittelt werden soll, Anwendung finden. Am häufigsten werden WebQuests allerdings in
- Schulen (z.B. Sprachen, Literatur und alle sonstigen im traditionellen Unterricht anfallenden Thematiken)
- Erwachsenenbildung (Lehrerfortbildung, ‚Gehirntraining’,…)
- Therapien (Musiktherapie für autistische Menschen, Sprachfehler bei Kindern,..)
- Medizin (Schilddrüse,..)
eingesetzt.
Allerdings können sich diese didaktische aufbereitete Suchspiele auch mit kritischen Themen wie Kinderarbeit, oder Überschuldung beschäftigen.
Ein paar Beispiele, die die unzähligen Einsatzgebiete von WebQuests aufzeigen sollen:
- Lotto – Wo geht das Geld hin? am 13.04.2006
- Hilfe beim Bewerbungsschreiben am 26.04.2006
- Für die Kleinen – ein Zooquest am 11.05.2006
- Tourismus mit Einsicht am 16.06.2006
- Und natürlich ein WebQuest zu WebQuests am 16.06.2006
Schulen
Der Einsatz von WebQuests in Schulen kann von der Volksschule über alle Schularten bis hin zur Erwachsenenbildung erfolgen. Der Lehrende hat die Möglichkeit, die WebQuests auf die Schüler und deren Kompetenzen zuzuschneiden. (Vgl. WebQuest für Eilige am 7.4.2006)
Der Einsatz eines WebQuests im Bereich der Schulen wird in der Form gestaltet, dass, wie im Unterricht üblich, ein Thema behandelt wird. Der Unterschied zum herkömmlichen Unterricht liegt nun darin, dass das zu behandelnde Thema nicht vom Lehrer vorgetragen wird, sondern die Abhandlung des Themas in Form von konkreten Aufgabenstellungen erfolgt. Die SchülerInnen bearbeiten nun die Aufgaben in Kleingruppen. Um die Bewältigung der Aufgabenstellung zu erleichtern, stellt der Lehrende Links und zusätzliche Literatur zur Verfügung. Die SchülerInnen erstellen einen Arbeitsplan und erhalten während der Aufgabenbearbeitung Beratung vom Lehrenden. Die Ergebnisse aus den Arbeiten werden zusammengefasst und die Abhandlung des Themas ergibt dann eine gemeinsame Arbeit, welche durch einen Link von jedem Schüler zugänglich gemacht wird. (Vgl. WebQuests im Unterricht am 7.4.2006)
WebQuests ermöglichen ein Lernen mithilfe von digitalen Lernplattformen, sie ergänzen das Lehrbuch und fördern eigenständiges, selbstgesteuertes und kooperatives Lernen. Das Unterrichtsthema wird durch gezielte Recherchen behandelt, benötigt wenige Unterrichtsstunden aber dafür einige Wochen an Arbeit. Donath nennt die Webquests einen didaktischen Mehrwert.
Voraussetzung für ein Lernen mit WebQuests ist allerdings, dass sowohl jedem Lehrenden als auch jedem Lernenden ein PC mit Internetanschluss zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich wird anfangs viel Zeit mit der Einschulung im Umgang mit WebQuests benötigt. (Vgl. Lernen mit WebQuests am 7.4.2006)
Erwachsenenbildung
Im Unterschied zum Einsatz der Leittextmethode in der Berufspädagogik (Problem- und Fragestellung, Aufgabenstellung, Ressourcen Reflexion und Präsentation) wurde u.a. Darstellung dahingehend auf die Erwachsenenbildung abgeändert, als dass nach der Präsentation die Reflexion bzw. Diskussion der Lerngruppe anschließt, bevor der Lerntransfer mit Hilfe einer Projektarbeit praktisch vorbereitet und unterstützt wird. (Vgl. WebQuests in der Erwachsenenbildung am 15.06.2006)
Abb. 1: WebQuests innerhalb der Lernschleife eines handlungsorientierten Unterrichts
Therapien/Medizin
Wenn wir als Beispiel das Thema „Schilddrüse“ (am 8.4.006) heranziehen, so wird in Gruppen sowohl die Funktion und Hormonbildung der Schilddrüse erarbeitet als auch Diagnosemethoden.
Bei dem Beispiel „Musiktherapie“ (am 8.4.2006) werden u.a. Fragen erarbeiten wie: Was ist Musiktherapie, Wo wird Musiktherapie angewendet, Bei welchen Patientengruppen, Was unterscheidet die Musiktherapie von derjenigen mit Nicht-Behinderten, Besonderheiten in der Therapie mit autistischen Menschen.
Praktische Beispiele
Kriterienkatalog
Beurteilungsbogen für WebQuests
(in Anlehnung an H. Moser: Abenteuer Internet. Lernen mit WebQuests; Zürich 2000; 34ff)
Im Zuge unserer Präsentation zum Thema WebQuests haben wir uns auch mit einigen praktischen Umsetzungen von WebQuests beschäftigt. Davon haben wir einen, mit dem Titel „Staatsbürgerschafts-WebQuest“ am 10.04.2006 analysiert. Die folgenden Kriterien wurden bei der Beurteilung herangezogen:
1. Komplexitätsebene des WebQuest
Die Informationen sind aus der einzigen Quelle, „Wikipedia“ zusammengetragen. Die Inhalte sind nicht 1:1 aus der Quelle herauskopiert, sondern im Kontext verlinkt. So bekommt man zu den einzelnen Schlagworten mehr Informationen. Diesen Links kann man folgen, muss man aber nicht.
Zusätzlich dazu gibt es weiterführende Links zu den verschiedensten Quellen, die mit Staatsbürgerschaft zu tun haben. An manchen Stellen wird auch auf andere WebQuest verlinkt, die mit dem Thema in Verbindung gebracht werden können. Folgt man diesen Links gewinnt man mehr interessante Informationen, verliert aber auch schnell den Überblick.
Zum nächsten Beurteilungskriterium, Informationen auf Probleme anzuwenden und diese lösen, kann diesem WebQuest eigentlich nicht angewandt werden, denn mit den die vorhanden Fakten können nicht auf gezielte Probleme angewendet werden und damit auch nicht gelöst werden.
Zusammenfassend kann man erkennen, dass der Lernende aus den verschiedenen Wissensbeständen etwas Neues zu kreieren kann, soweit er sich ausreichend mit der Thematik, daher mit dem gesamten WebQuest auseinander gesetzt hat.
2. Wie selbständig wurde gearbeitet?
Der Lernende kann mit den angegeben Quellen arbeiten, jedoch auch auf andere Quellen zurückgreifen, die entweder im Text verlinkt sind, oder in der Navigation durch eine weitere Linksammlung zu finden sind.
Das Beurteilungskriterium: „Wurden lediglich vorgegebene Fragen mit Hilfe angegebener Quellen bearbeitet?“ kann mit NEIN beantwortet werden. Die Fragen im eigentlichen WebQuest, also Lückentext, Quiz, Kreuzworträtsel können mit den angegebenen Quellen, sprich Wikipedia bearbeitet werden, doch der letzte Bereich, die Grammatik Übung, ist völlig unpassend und kann auch durch die vollständige Bearbeitung des Staatsbürgerschafts-WebQuest nicht bearbeitet werden.
Der Fragenkatalog im WebQuest ist zum Großteil sehr themenbezogen. Die Lernenden werden jedoch nicht dazu ermutigt, sich Quellen auch selbständig zu suchen oder zu bearbeiten. Lediglich zur erfolgreichen Bearbeitung der Grammatik-Übung sind weiterführende Quellen unbedingt notwendig, da diese sonst nicht gelöst werden kann.
Die Frage, wie viel Hilfe benötigten die Schüler dabei, können wir schlecht beantworten, dennoch möchten wir eine Einschätzung abgeben. Wenn die Lernenden es gewohnt sind, sich neuen Lernstoff auf diese Art und Weise anzueignen, ist dieser WebQuest sicher kein Problem. Die dargestellten Fakten sind gut aufbereitet, und es sind immer wieder Links für weiterführende Informationen vorhanden. Auch ein Resümee gibt nochmals einen Überblick über die wichtigsten Fakten.
3. Wieweit sind die gestellten Aufgaben inhaltlich gelöst worden?
Dieses Kriterium der Beurteilung kann wiederum nur durch eine Einschätzung beantwortet werden. Wird der gesamte WebQuest bearbeitet, kann ein Großteil der Fragen ohne Probleme gelöst werden.
Dennoch gibt es einige Punkte, die gesondert angesprochen werden sollten.
- Lückentext: wenn man auf [?] clickt, kommt sofort die richtige Lösung, wird eine falsche Lösung eingetragen wird diese nicht gelöscht. Beim Icon Check werden richtige und falsche Lösungen in Prozenten angegeben, interessant dabei, man kann auch jede Menge Minus Prozent sammeln.
- Quiz: Das Quiz ist eigentlich das einzige sinnvolle Instrument zur Überprüfung der gelernten Inhalte. Die Lösungen sind answer until correct, wenn die Lösung richtig ist, dann erscheint ein Smiley. Dies kann durchaus als Motivationsförderung gesehen werden.
- Kreuzworträtsel: Dieses ist nicht erprobt, immer die Frage: Dieser Mann/diese Frau stammt aus… (Land), es sind keine Lösungen ersichtlich, auch beim Icon Check nicht, eigentlich sinnlos.
- Grammatik-Übung: Diese Übung ist fehl am Platz, der Text handelt zwar von Fakten der EU und der Staatsbürgerschaft, aber die einzusetzenden Fälle der Wörter sind unpassend, es bringt keine Vertiefung des Lernstoffes – höchstens Verwirrung
Positiv ist hier noch anzumerken, dass das Gelernte teilweise selbstständig überprüft werden kann. Diese Überprüfung erfolgt ohne Zwang, es dient der Selbstkontrolle und nicht der Fremdkontrolle.
4. Wie verlief der Arbeitsprozess?
Auch der Arbeitsprozess kann wieder nur auf unsere Anwendung bezogen werden.
Der WebQuest kann als Individualarbeit, einzeln bearbeitet werden, eine Zusammenarbeit ist nicht nötig. Diese Form der Lernstoffvermittlung ist zeit- und raumunabhängig.
Vielleicht sollte aber erwähnt werden, dass es unserer Meinung nach, dieser WebQuest nicht ohne eine Lehrperson gelöst werden kann, denn es gibt durchaus Probleme bei der Lösung der Aufgaben, weil keine Lösungen vorhanden sind. Daher können die Lernenden ihren Lernerfolg nicht selbstständig überprüfen.
Im Hinblick auf den Lernprozess sollte folgendes noch erwähnt werden. Die bereits behandelten Themen(bereiche) werden nicht gesondert gekennzeichnet, z.B. gut wäre eine Einfärbung des bereits behandelten Links.
Ein weiteres Argument für den positiven Arbeitsprozess ist, dass jede Seite beliebig oft betrachtet/bearbeitet werden kann, es erfolgt keine Einschränkung. Dadurch kann das eigene Lerntempo angewandt werden.
Zusammenfassend kann erwähnt werden, dass der Arbeitsprozess seine Höhen und Tiefen hat, insgesamt jedoch verlief er aber zufrieden stellend.
5. Wie ist die Präsentation des WebQuests zu bewerten?
Der technische Anspruch der Präsentation kann unserer Meinung nach als durchschnittlich eingestuft werden. Die Gründe dafür sind folgende:
- Es gibt eine übersichtliche Navigation, man weiß immer innerhalb des Webquests wo man ist.
- Werden jedoch Links nach außerhalb ausgewählt, geht der Überblick schnell verloren. z.B. Bürger/Verfassung -> Link geht zu einem anderen Webquest -> Lost in Space
Das Beurteilungskriterium: „inhaltliche Qualität und Strukturierung“ kann als sehr gut beantwortet werden:
- Die Fakten sind gut aufbereitet.
- Es gibt Links in den Faktentexten, aber auch eine Linkliste zu verwandten Themen außerhalb des WebQuests.
- Die Inhalte sind nicht 1:1 aus dem Wikipedia herauskopiert, es gibt nur viele Verweise darauf.
- Die Quelle ist angegeben.
- Resumée für Interessierte, zum Weiterlernen, für mehr Infos
Hier sollte allerdings noch erwähnt werden, dass keine Zielgruppendefinition zu finden ist, und auch der Verfasser nicht genannt wird.
Design, Layout, graphische und mediengerechte Darstellung kann in unserem Fall des Staatsbürgerschafts-WebQuest als gut eingestuft werden:
- einfaches Layout, trotzdem sehr angenehm zu betrachten
- nette Grafiken
- Links am Rand sind zwar sehr sinnvoll, aber eigenes Unterkapitel mit Links würde zu mehr Übersicht beitragen.
Das Kriterium, mündliche Kommentierung kann nicht beurteilt werden, weil keine mündliche Kommentierung vorhanden ist.
Weiterführende Links
Hier sind noch Links zu anderen WebQuests angeführt:
- WebQest Kinderarbeit der Arbeiterkammer Wien und des ÖGB am 10.04.2006
- WebQuest Seuchen durch die Jahrhunderte am 17.04.2006
- WebQuest zur Gentechnologie am 18.04.2006
- Sammlung von WebQuests zu den verschiedensten Themen am 20.05.2006
Fremdsprachige Webquests
- WebQuest einer Schülerzeitung am 05.06.2006
- WebQuest "Crime Scene" am 05.06.2006
- WebQuest "Our Class Pet" am 05.06.2006
- WebQuest "Health Life" am 05.06.2006
Lerntagebuch
Das ist das Lerntagebuch der gesamten Gruppe 3 (Martin, Birgit, Barbara, Klaus, Sabine und Sonja). Wir wollten hier hineinschreiben was uns in den Gruppentreffen und auch in den LVA's "bewegt" hat.
Reflexion der Gruppenmitglieder
Dieses Kapitel soll noch einmal kurz einen Erfahrungsbericht über die Arbeit im Projektseminar e-Learning bei Mag. Tanja Jadin und auch über die Arbeit mit dem Wiki zu unserem Thema WebQuests darstellen. Jedes Gruppenmitglied wird hier seine Gedanken äußern bzw. auch auf sein persönliches e-Portfolio im ELGG (sofern dort Einträge vorgenommen wurden) verweisen. Für Anregungen sind wir jederzeit offen.
Literaturverzeichnis
Dodge, B. (2006). Offizielle Homepage von Bernie Dogde. URL: http://edweb.sdsu.edu/people/bdodge/bdodge.html am 22.06.2006
Donath, R. (2004). Internetprojekte im DaF-Unterricht Zeitverschwendung oder didaktischer Mehrwert? Abstract URL: http://www.englisch.schule.de/daf_werkstatt.htm am 07.04.2006
Gerber, S. (2004). Webquest für Eilige. URL: http://www.webquests.de/eilige.html am 06.04.2006
Gerber, S. (2006). Webquest im Unterricht. URL: http://www.lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/webquest/einsatz.html am 07.04.2006
Gerhardt B. (2003). Neue Medien im Musikunterricht. URL: http://schulmusiker.info/konzepte/Musiktherapie/webquest.htm am 08.04.2006
Gutscher, K., Mayerhofer, C. (2006). Was heißt "WebQuest"?. URL: http://webquests.grg21oe.at/start2.htm am 01.06.2006
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Lermen, M. & Wieckenberg, U: WebQuests in der Erwachsenenbildung. Online im Internet: URL: http://www.diezeitschrift.de/32003/lermen03_01.htm am 08.04.2006
Mai, M. & Meeh, H. (2006). WebQuests. sowi-online-Methodenlexikon. URL: http://www.sowi-online.de/methoden/lexikon/webquests-meeh.htm#kap3 am 06.04.2006
Moser, H. (2000). Abenteuer Internet - Lernen mit WebQuests. Zürich
Moser, H. (n.d.). Lernen mit WebQuests. URL: http://www.webquest-forum.de/infos/infos.html am 07.04.2006
Nolte, M. (2006). WebQuests-internetbasierte Lernabenteuer. URL: http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=514180.htm am 01.06.2006
Nolte, M. (2006). Die WebQuest-Schritte im einzelnen. URL: http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=514257.htm am 01.06.2006
Pratscher, S. (2005). Staatsbürgerschafts-WebQuest. URL: http://myeurope.eun.org/shared/data/myeurope/2005/los/01/ps/citizenship/citizen_webquest_de.htm am 10.04.2006
Tetens, E. (2003). Offizielle Homepage von Elke Tetens. URL: http://www.etetens.de/NMB/biologie/webquest_schilddruese.htm am 08.04.2006
Wikipedia - Die freie Enzyklopädie (2006). WebQuest. URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Webquests am 06.04.2006
DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung (2006). WebQuests in der Erwachsenenbildung. URL: http://www.die-bonn.de/zeitschrift/32003/lermen03_01.htm am 15.06.2006
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Arnold, R./ Müller, H. (1993): WebQuests innerhalb der Lernschleife eines handlungsorientierten Unterrichts. In: Erziehungswissenschaft und Beruf.
