Projektseminar eLearning/Gruppe 2 - CBT 2
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Sonntag 21.März.2010
Einführung
Unser Ziel ist es, nachfolgend einen Überblick über CBT's und deren Entstehung zu geben und auf die dahinter liegenden Lerntheorien im Allgemeinen einzugehen. Weiters wollen wir zwei CBT's der Gebärdensprache im Konkreten behandeln. Inhaltlich wurde das Thema schon von unserer Vorgängergruppe behandelt. Wir wollen aber trotzdem noch einmal die für uns wichtigsten Themen fokusieren und diese näher betrachten.
Darüber hinaus werden wir die Charakteristika der CBT's "Sign it" - eine Lernsoftware welche kursbegleitend Allgemeinwissen vermitteln soll - und "Die Firma" - eine Lernsoftware für AnfängerInnen mit dem Themenschwerpunkt "Arbeiten mit Gehörlosen" - erarbeiten und vorstellen.
Die beiden CBT's wurden auf verschiedene Kriterien hin untersucht, folgend einige Beispiele:
- Lernziele
- Wissensart
- Übungen und Tests
- Feedbackarten
- Navigation
- Darstellung und Visualisierung ....
CBT
Nachfolgend wollen wir einige theoretische und geschichtliche Hintergründe aufzeigen um im späteren Verlauf unsere CBT's evaluieren zu können.
Wann sind CBT's entstanden
Schon Anfang der 60'iger Jahre wurde in den USA die Idee zur Entwicklung von CBT's geboren. Man wollte damit der Knappheit an ausgebildeten LehrerInnen entgegenwirken und da die Computertechnologie auf dem Vormarsch war, wollte man sich diese sinnvoll zunutze machen. Leider musste man ziemlich bald feststellen, dass die Computerleistung für solche Programme (keine Graphik und keine Farbe) noch nicht geeignet war. Erst mit den leistungsfähigen PC's wurde es möglich, CBT's wirklich sinnvoll einzusetzen und zu nutzen. (Tarnorutskiy, 1997)
Was ist eigentlich ein CBT?
C Computer
B Based
T Training
CBT's sind, kurz gesagt, Lernprogramme, die der/die Lernende auf seinem/ihrem Computer selbstständig ausführen kann.
Der Bergriff CBT, wirft aber eine Vielzahl von Definitionen auf, die größtenteils sehr ähnlich sind, und sich prinzipiell nur hinsichtlich des Computereinsatzes unterscheiden.
Bodendorfer (1998, zitiert nach Kailer) spricht in Zusammenhang mit dem Begriff CBT über einen Computereinsatz im Rahmen von betrieblicher und berufsbegleitender Weiterbildung.
CBT in technischen Zusammenhang bedeutet Integration von:
- visuellen und
- akustischen Elementen.
Durch die elektronische Form können komplexe Lerninhalte multimedial, sei es in Bild, Text, Animation oder ähnliches dargestellt werden. Durch die Vielzahl an Darstellungsmöglichkeiten können unterschiedlichen Lerntypen angesprochen werden.
Im Vordergrund der Wissensvermittlung steht eine Anreicherung von Faktenwissen, welches sich selbst angelernt und durch Tests abgefragt werden kann. CBT's werden als offline- Lernprogramme gesehen, die von CDs abgespielt werden. Abhängig vom gewählten CBT können verschiedene Arten von Interaktion eingebaut werden.
Bezug nehmend auf die CBT's "Sign it" und "Die Firma" werden die einzelnen Interaktionsmöglichkeiten nach der Abhandlung der Lerntheorien analysiert.
Hintergründe von CBT's
Die Besonderheit von CBT's im Gegensatz zum "normalen Lernen" ist der Einsatz von Videos. Dieser kleine aber feine Unterschied macht CBTs zu etwas Besonderem. Diese Videos erfüllen nämlich verschiedene Funktionen, unter anderem sollen sie die Lerninhalte visuell darstellen und dadurch "zu einer reichhaltigeren und facettenreicheren Präsentation des Lernstoffes beitragen".(vgl. Schwan, 2005).
Multimediale Komponenten können vor allem folgende Vorteile haben:
- wenn zeitliche oder räumliche Abläufe visualisiert werden sollen
- bei dreidimensionalen oder komplexen Verläufen
- wenn Texte durch Abbildungen oder Videos ergänzt und dadurch die Veranschaulichung verbessert und der Informationsfluss vergrößert werden kann
- die dynamischen Veränderungen eines Videos, aktivieren die Aufmerksamkeit
- Lernziele, -strategien und -tempo sind durch Interaktion individuell anpassbar. (vgl. Schwan, 2005)
CBT's und Lerntheorien
Nachfolgend werden die wichtigsten klassischen Lerntheorien kurz dargestellt, sowie ihre Bedeutung in CBT's diskutiert.
Bei Lernsoftware ist es ebenso wichtig wie bei "konventionellen Lernunterlagen" die dahinter liegende Lerntheorie zu kennen.
Die wichtigsten Lerntheorien
Die wichtigsten Lerntheorien sind:
- Behaviourismus
- Kognitivismus
- Konstruktivismus
Diese drei Theorien sollen nun kurz vorgestellt werden:
| Kategorie | Behaviourismus | Kognitivismus | Konstruktivismus |
|---|---|---|---|
| Hirn ist ein | passiver Behälter | informationsverarbeitendes "Gerät" | informationell geschlossenes System |
| Wissen wird | abgelagert | verarbeitet | konstruiert |
| Wissen ist | eine korrekte Input-Outputrelation | ein adäquater interner Verarbeitungsprozess | mit einer Situation operieren zu können |
| Lernziele | richtige Antworten | richtige Methoden zur Antwortfindung |
komplexe Situationen bewältigen |
| Paradigma | Stimulus-Response | Problemlösung | Konstruktion |
| Strategie | lehren | beobachten und helfen | kooperieren |
| Lehrer ist | Autorität | Tutor | Coach, Trainer |
| Feedback | extern vorgegeben | extern modelliert |
intern modelliert |
Die Lerntheorie von CBT's
Der Behaviorismus und speziell der [programmierte Unterricht] stellten die Grundlage für die Entwicklung der CBT's dar. Es werden speziell "Fakten vermittelt, Sachverhalte erklärt und Informationen präsentiert" (Schulmeister, 2000) und mit Fragen wird der Lernfortschritt überprüft. Vorraussetzung sind nur, ein PC und die dazugehörige Software.
Die Besonderheit an diesen CDs aus lerntheoretischer Sicht ist, dass sie die Möglichkeit bietet, sich dem Lerner speziell anzupassen nicht nur in Hinsicht auf, wann und wo er lernt, sondern auch unter welchen Voraussetzung er den Lerninhalt vermittelt bekommt, dem Lerninhalt angepasste virtuelle Lernumgebung (also möglichst realitätsnah gestalten). Weiters kann auf spezielle Lerntypen und individuelle Lernstrategien eingegangen werden. „Die meisten Lernumgebungen bedienen sich zwar klassischen Grundelementen von computer based training aber nicht die sachlogische Struktur der Inhalte ist wichtig sondern die didaktische Konstruktionsprinzipien der Lernsituation" (Schulmeister, 2000).
In unserem Fall mit „Sign it“ und „Die Firma“ haben wir die klassischen Elemente des zeit- und des ortsunabhängigen Lernens, sowie das selbst bestimmen des Lerntempos. Aber weiters kann auch der Lerninhalt selber gewählt werden. Einzelnen Themen können auch selbst ausgesucht und diese dann durchgangen werden. Das Lernverhalten kann also aktiv mitbestimmt werden und es ist ein aktives Handeln nötig um zum Lernerfolg zu kommen. Ebenfalls ist die Kontrolle des Lerninhaltes gegeben, es werden immer wieder unterschiedliche Übungsaufgaben gestellt, die die Überprüfung des Lernerfolges ermöglichen.
Wo der Einsatz von CBT's sinnvoll ist
Die oben erwähnten Vorteile einer CBT für die Fort- und Weiterbildung ist ein häufiger Grund für Unternehmen dieses Instrument bei ihren MitarbeiterInnen einzusetzen. Ein weiterer Grund hierfür ist, dass dadurch die LeiterIn der MitarbeiterInnenfortbildungen entlasten werden, da nicht mehr so viel Unterricht an Ort und Stelle organisiert werden muss. Darüber hinaus bedeutet dies auch einen positiven Einfluss auf die Kostenstruktur für die Unternehmung, da Seminare, spezielle Kurse und dergleichen im Vergleich zu CBT's erheblich kostenintensiver sind.
Viele Firmen nutzen die CBT's aber nicht nur als alleiniges Mittel zur MitarbeiterInnenfortbildung, sondern als Ergänzung zu Präsenzveranstaltungen. Die Meisten, die sich mit CBT's beschäftigt haben, kommen zu dem Schluss, dass CBT's sehr hilfreich sein können um sich mit einem Thema vertraut zu machen, aber es immer gut ist wenn zusätzlich noch praktische Anwendungen stattfinden, da der Lernerfolg dadurch noch gesteigert werden kann.
Im Prinzip sind alle Themen, die auf Faktenwissen aufgebaut sind, als Thema eines CBT möglich. Wichtig dabei ist aber, wie auch schon erwähnt, nicht nur das „Was“ gelernt wird sondern auch „Wie“ das Thema didaktisch vermittelt wird. Es gibt schon einige Websites wo ersichtlich ist wie umfangreich die behandelten Themen sein können.Beispiele hierzu werden weiter unten bei den Links angeführt.
Anforderungen an Unternehmen und MitarbeiterInnen
Um ein CBT in einem Unternehmen einzuführen, respektive. zu verwenden, braucht es wie bei der Einführung einer neuen Software oder auch eines neunen technischen Gerätes, die Bereitschaft der "Betroffenen", diese auch zu nutzen. Die Unternehmensleitung wie auch die MitarbeiterInnen müssen gewillt sein, das neue Instrumentarium einzusetzen und zu verwenden. Bei der Einführung eines CBT's im Unternehmen werden MitarbeiterInnen aber vor andere Anforderungen gestellt, als beispielsweise bei der Einführung eines neuen Druckers.
Gerade bei älteren ArbeitnehmerInnen, welche im Zuge ihrer bisherigen beruflichen Ausbildung weniger mit elektronischen Medien zu tun hatten, wird die Skepsis gegenüber derartiger Instrumentarien sicher größer sein als bei jüngeren MitarbeiterInnen, welche im Zuge ihrer Ausbildung im schulischen wie auch im privaten Bereich schon länger elektronische Medien verwenden. Aus diesem Grund muss darauf geachtet werden, dass die verwendeten CBT's für alle MitarbeiterInnen geeignet sind, respektive dafür Sorge zu tragen jenen MitarbeiterInnen die im Umgang mit PC und Software nicht versiert sind eine dementsprechende "Basisausbildung" zukommen zu lassen.
Es darf also nicht davon ausgegangen werden, dass es genügt den MitarbeiterInnen alleine die benötigten Ressourcen, wie Hard- und Software zur Verfügung zu stellen. Bei der Einführung der Verwendung von CBT's muss auf die Persönlichkeitsstruktur der MitarbeiterInnen eingegangen werden um den Lernerfolg durch CBT's nachhaltig zu gewährleisten und positive Einflüsse zu generieren. (vgl. Kailer, 1998)
Dem/der MitarbeiterIn wird dabei
- "Selbstverantwortung zur Weiterentwicklung
- Fähigkeit, Lernbedürfnisse zu erkennen und
- sich mit ihnen im Sinne der Unternehmenszielsetzung zu beschäftigen,
abverlangt." (Kailer, 1998, S.24)
Für Unternehmen bedeutet dies,
- "dass jedem Organisationsmitglied das Lernen jederzeit ermöglicht wird,
- dass dieser Lernprozess im ganzen Unternehmen ausgearbeitet und in die tägliche Arbeit integriert ist,
- dass sich der Selbstlernprozess an den Anforderungen des Unternehmens und seiner Wettbewerbsposition mißt." (Kailer, 1998, S. 24)
"Sign it" und "Die Firma"
"Sign it" wurde im Jahr 2004 von der FH Johanneum Ges.m.b.H., der Universität Graz sowie der Universität Klagenfurt produziert sowie publiziert. "Sign it" ist wie am Anfang schon erwähnt eine Lernsoftware welche kursbegleitend Allgemeinwissen in der Gebärdensprache vermitteln soll. Schwerpunkt liegt hierbei beim österreichischen Sprachgebrauch und ihren Dialekten und ist nicht für Anfänger gedacht.
Die Firma hingegen ist eine Lernsoftware für AnfängerInnen mit dem Schwerpunkt auf Themen die am Arbeitsplatz relevant sind, aber auch für Hörende und Gehörlose, die sich generell untereinander verständigen wollen. Sie ist ein multimedialer Sprachkurs für die deutsche Gebärdensprache. Mit diesem Lernprogramm kann man die Gebärdensprache selbstständig erlernen, entdecken und üben; ebenso wurde dieses Programm in Zusammenarbeit von gehörlosen und hörenden Wissenschaftlern am Institut für Deutsche Gebärdensprache der Universität Hamburg entwickelt. Die Projektleitung lag bei Prof. Dr. Rolf Schulmeister.
"Die Firma- Deutsche Gebärdensprache Do It Yourself" versucht, in den elf Kapiteln bzw. Lektionen, auf die Bedürfnisse eines Unternehmens hinsichtlich Grammatik, Sprachgebrauch, Vokabular.... einzugehen. Diese Lern -CD besteht aus Dialogen, Erklärungen zur Grammatik, Bemerkungen zur Kommunikation, Übungen und Vokabular und verdeutlicht Szenarien in Form von digitalen Filmen, die gehörlosen und hörenden Mitarbeitern helfen sollen die Kommunikation untereinander voran zu treiben. Aber auch Studierende der Fächer Gebärdensprache und Gebärdendolmetscher nützen diese CD, laut Angaben der Universität Hamburg. Die Idee zum Konzept, dass sich am entdeckenden Lernen orientiert entstand bereits 1994 und wurde unter anderem vom Europäischen Sozialfond mitfinanziert sowie dem Arbeitsamt Hamburg und entstand ebenso im Rahmen eines europäischen Projekts.
Didaktische Unterschiede
| "Sign it" | "Die Firma" | |
|---|---|---|
| Lernziele | systematisches erlernen der GBS in Alltagssituationen und versch. Dialekten | verbessern der Kommunikation zw. Hörenden und Gehörlosen im Büroalltag |
| Art des vermittelten Wissens | Videosequenzen und Text | Videosequenzen und Text |
| Übungen und Tests | Es werden zu jedem Kapitel Übungen angeboten, die immer wiederholt werden können | Übungen können über verschieden Kapitel hinweg immer wiederholt werden |
| Feedback | wenig bis keines | keines |
| Konfigurierbarkeit | nicht veränderbar | nicht veränderbar |
Layout, Navigation und Textgestaltung
| "Sign it" | "Die Firma" | |
|---|---|---|
| Navigationsmöglichkeit | für Anfänger etwas schwierig zum eingewöhnen, aber die Navigation ist durch die Kapitel hinweg einheitlich | sehr gute Navigation durch Navigationsleiste über alle Kapitel hinweg möglich |
| Übersichtlichkeit | sehr verwirrend, da die Themen nicht nach Schwierigkeit abgegrenzt werden | für jeden verständlich |
| Textgestaltung | wirkt eher verspielt und mit Animationen überladen | gut und übersichtlich |
| Farbgestaltung | sehr bunt, aber ansprechend | sehr dunkel, gewöhnungsbedürftig |
| Kapitelgestaltung | nicht ganz eindeutig getrennt | sehr gute Gliederung, leicht verständlich |
Animationen und Videos
| "Sign it" | "Die Firma" | |
|---|---|---|
| Animationen und Sinnhaftigkeit | sehr stark animiert, trägt zur Verwirrung bei | lustig animiert, nicht unnötig verspielt |
| Video | kann immer wieder angesehen werden, aber in einzelnen Sequenzen nicht gestoppt werden | kann angehalten und wieder gestartet werden, Wiederholungen möglich |
Die erst CD-Rom "Sign It" dient zum systematischen erlernen der Gebärdensprache und stützt sich dabei auf Alltagssituationen die in Dialogform vermittelt werden sollen. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit verschiedene Dialekte kennen zu lernen, was sich einerseits als sehr interessant erweist, andererseits aber auch zu Verwirrungen führen kann. Der Focus von Sign It liegt auf dem vertiefen und wiederholen, was durch unterschiedliche Übungen unterstützt wird. Nennenswert bei diesem CBT ist, dass es begleitend zu ÖGS- Kursen anzuwenden ist und eher Probanden anspricht, die bereits einschlägige Kenntnisse in der Gebärdensprache aufweisen. Zum Erwerb dieser Sprache im Selbststudium ist Sign It nicht geeignet. Für Fortgeschrittene aber durchaus empfehlenswert und durch den Schwerpunkt auf dem österreichischen Dialekt in Alltagssituation in jedem Fall ein brauchbarer Begleiter. Es wird auf der CD auch hingewiesen, dass die CD als begleitender Part für die Kurse der Gebärdensprache angesehen werden soll.
Die zweite CD-Rom "Die Firma" setzt sich zum Ziel den Kontakt von Gehörlosen und Hörenden in Unternehmen zu verbessern. Der Focus liegt hier auf der spezifischen Kommunikation im Büroalltag. Die Firma vermittelt einen Zugang zur Welt der Gebärdensprache der für das Selbststudium durchaus geeignet, und auch für Anfänger einen realistischen Weg darstellt. Es handelt sich um eine Deutsche Version (deutsch vs. österreichisch) und behandelt 11 unterschiedliche Themen im Büroalltag.
Jeweilige Vor- und Nachteile
Nachfolgend möchten wir auf Stärken und Schwächen der beiden CBT'S eingehen.
"Sign it"
Bei "Sign It" erweist sich die graphische Oberfläche als durchaus ansehnlich wenn auch etwas verwirrend, was sich bereits beim Startmenü bemerkbar macht. Des Weiteren wirkt der Menüpunkt Wissenswertes äußerst sinnlos, da nichts darin zu finden ist. Ein weiteres Manko ist, dass es zwar einzelne Themen gibt, diese aber nicht nach unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden eingeteilt sind, es wird ledigich das erste Kapitel als Einführung gekennzeichnet. Als größten Kritikpunkt ist die Menüführung anzumerken, die mehr als verwirrend ist und für PC-Unerfahrene User große Rätsel aufwirft, bis man scheinbar im Nirvana landet.
"Die Firma"
Bei "Die Firma" ist die Navigation innerhalb der CD sehr gut gestaltet und mit einer eigenen Navigationsleiste, die sich durch alle Menüs und Unterpunkte zieht, sehr einfach gehalten und somit auch für Anfänger sehr gut geeignet. Negativ anzumerken ist lediglich die Farbwahl, welche sehr dunkel ausgefallen ist, aber unserer Meinung nach eher eine Frage der Corporate Identity ist, als eine Eigenkreation der Programmierer. Störend könnte sich auch bemerkbar machen, dass dieses CBT aus zwei CDs besteht und somit den Lernfluss unterbrechen könnte. Ebenso unnötig sind ein paar Zusatzfunktionen, wie z.B. die Option "Lautlos", die leider keinerlei Rolle spielt. Vielleicht wäre diese Option für hörende Mitarbeiter, die diese Lern CD benutzen ganz interessant, um nicht gleich ganz brutal in die Welt der Gehörlosigkeit eintauchen zu müssen.
Gemeinsame Vor- und Nachteile
Beide CBTs verfügen über ein Glossar resp. Lexika, welches sowohl über Wörter wie auch die einzelnen Buchstaben verfügt. Des Weiteren werden bei beiden CBT's unterschiedliche Themen zur Auswahl angeboten und das Tempo der Animationen ist variabel. Die einzelnen Übungen und Selbsttest sind als Videos aufgebaut, können individuell bearbeitet werden und sind immer wieder wiederholbar. In beiden Fällen ist keine Installation erforderlich. Als größtes Manko beider CBT's ist anzumerken, dass keine Druckmöglichkeit vorhanden ist und die Arbeitsfläche nicht minimierbar ist. Darüber hinaus ist es für Hörende sehr ungewohnt interaktiv auf einem PC zu arbeiten ohne akustische Hinweise und Rückmeldungen zu bekommen.
Unser Favorit
Nach dem Durcharbeiten beider CBT's anhand der verschiedenen oben genannten Kriterien, war unser einhelliger Favorit "Die Firma" da sich der strukturierte Aufbau unserer Meinung nach als zweckdienlicher erweist. Darüber hinaus bietet "Die Firma" inhaltlich mehr und ist für Anfänger geeignet. Allerdings sollte man dennoch beachten, dass das Hauptkonzept mehr auf die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens aufgebaut ist und sich dies auch in den Übungen widerspiegelt.
Links
- Die Firma Informationen zur CD-Rom "Die Firma"
- Sign it Informationen zur CD-Rom "Sign it"
- transfer-online.de Homepage der Transfer GmbH- eine Sammlung von verschiedenen CBT's
- CBTWare.de verschiedene CBT Projekte mit verschiedenen Schwerpunkten
- kummerundschuh.de Ein Beratungsunternehmen welches sich auf Weiterbildung spezialisiert hat
- software-schulungs-medien.de Ein Beratungsunternehmen welches sich auf Weiterbildung spezialisiert hat
- softguide.de Demos von verschiedenen CBT's
- cbt-1.de Ein CBT von/für Audi
- Die Firma 2 Informationen zur neuen Version "Die Firma 2"
Coverbilder
News/Aktuelles ("Die Firma"):
"Die Firma 2" - Es gibt mittlerweile eine neue Version unserer bereits vorgestellten CD der Gebärdensprache "Die Firma". Es hat einige Verbesserungen gegeben, die sich auch mit unseren Beobachtungen bzw. unserer Kritik decken; z.B. interaktive Übungen mit Rückmeldung zum Lernerfolg. Die neue Version besteht aus 7 multimedialen Lektionen, die sich wieder hauptsächlich auf Alltagsthemen im betrieblichen Umfeld konzentrieren. Die Gebärdensprache wird in szenischen Dialogen präsentiert. Ebenso wurde die neue Version um 2D und 3D Elemente bzw. Übungen ergänzt. (z.B. Erkennen und Verrücken von Mobiliar nach Anweisungen) Das ebenfalls von uns kritisierte Design hat sich verbessert; Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Farben, über den Beamer präsentiert, wieder so dunkel ausfallen wie bei uns damals, oder ob dies nun besser gelöst ist. Aufgrund der 3D Animationen sollte man aber eine entsprechend ausreichende Grafikkarte haben, ansonsten kann es sehr lange dauern, bis die 3D Darsteller auch wirklich so dargestellt werden können, wie sie es eigentlich sollten.
Verwandtes Themengebiet im kurzen Überblick
WBT
W Web
B Based
T Training
Da es unser Thema gut ergänzt, möchten wir noch einen kurzen Überblick zu Web Based Training geben.
Web Based Training ist eine auf dem Internet basierendes Lernprogramm und wird als Weiterentwicklung der CBT angesehen. Die Verteilung und Aktualisierung der Lerninhalte ist hier relativ leicht und man kann auch problemlos themenverwandte Links einbauen und somit den Lernenden dazu animieren sich weiterführende Literatur anzusehen. Nachteil von WBT sind, dass man einen Webserver braucht und auch die dazu nötige Bandbreite haben muss um etwaige Videos, Sound und Grafiken optimal nutzen zu können (Wikipedia).
Unterschied CBT und WBT
CBT-Programme sind für gewöhnlich auf klassischen Speichermedien erhältlich, und dies, wie bereits erwähnt in einer großen Vielzahl. Aber im Gegensatz zu CBT's beinhaltet das WBT unterschiedlichere Kommunikationsformen, die z.B. bei der "Firma" oder "Sign-It" fehlen. E-Mails, Foren, Blackboards, Video-Konferenzen via WBT können den Lernenden, die gestellten Aufgaben erleichtern und schmackhafter machen. Ebenso besteht auch die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Online-Tutoren und die Kommunikation mit anderen LernkollegInnen. Im Gegensatz zu unseren beiden vorgestellten CBT´s fehlt die Möglichkeit online Fragen zu stellen und gemeinsam mit Anderen sofort Lösungswege zu erarbeiten.
Die zunehmenden technischen Weiterentwicklungen und die damit verbundenen höheren Übertragungsgeschwindigkeiten werden die Möglichkeiten des WBT steigern und somit auch das synchrone Lernen. Video-Konferenzen beinhalten die Möglichkeit für die Lernenden z.B. eine Vorlesung oder einen Sprachkurs live am eigenen Bildschirm zu verfolgen oder mit Hilfe von Online-Chats sofort Fragen zu stellen und somit das Lernmaterial besser nutzen zu können. Wir sind der Meinung, dass das Web-Based-Training auf Dauer das CBT ablösen wird, aber auch wie CBT's die klassischen Formen der Weiterbildung nicht endgültig verdrängen können.
Der Einsatz von WBT beschränkt sich eher auf die Vermittlung von kognitivem Wissen. WBT wird zwar schon sehr oft von vielen Firmen benutzt, aber eher hauptsächlich um viele Leute auf den gleichen Wissenstand zu bringen. Bei konkreteren Anwendungen ist oft die persönliche Anwesenheit eines/einer Lehrenden von Nöten; Social Skills sollten nach wie vor nicht vernachlässigt werden. (vgl. Mühlhäuser, M. (n.d.))
Impressionen von der Erstellung des Projektberichts
Da wir schon ziemlich am Anfang der LVA unsere Präsentation hatten, wurde von Beginn an gleich mal mit viel Enthusiasmus am Projekt gearbeitet. Als Erstes mussten wir uns einmal mit unseren beiden CBT's vertraut machen und uns erste Anhaltspunkte suchen, was gute CBT's ausmachen. Da unsere Vorgängergruppe CBT's schon erklärt hatte, beschlossen wir uns dem praktischen Teil zu widmen und zu erklären wie die CBT's aufgebaut sind und die positiven und negativen Elemente der einzelnen CD's heraus zu filtern, also stand die Präsentation dann auch schon relativ bald. Nach unserer Präsentation haben wir uns verstärkt den Grundlagen der CBT's gewidmet und uns über deren Einsetzbarkeit Gedanken gemacht. Da war dann natürlich viel Aufwand für die Recherchen nötig und da wir ja alle nicht nur an diesem Projekt arbeiteten, hat dann die laufende Arbeit und Erstellung des endgültigen Projektberichtes etwas gedauert. Aber schließlich und endlich wurde unserer Meinung nach doch noch ein guter und informativer Bericht daraus.
Alle Gruppenmitglieder waren im Bezug auf CBT's unerfahren, umso interessanter war es in einem stetigen Prozess CBT's praktisch, sowie theoretisch kennen zu lernen.
Die Gruppenmitglieder haben zusätzlich zu den Erfahrungen zu CBT's auch bei anderen Social Softwares Erfahrungen gesammelt, welche man in den einzelnen Blogbeiträgen nachlesen kann.
Auch die Arbeit mit einem Wiki war sehr herausfordernd und interessant. Am Anfang eher fehlerhaft, haben wir jedoch sehr schnell den Umgang mit diesem Instrument gelernt.
Die Reflexionen über die einzelnen LVA's sind in den e-Portfolios im elgg ersichtlich.
Literatur
Arnold, P. (2005). Einsatz digitaler Medien in der Hochschullehre aus lerntheoretischer Sicht [on- line].1-31. Verfügbar unter: http://www.e-teaching.org/didaktik/theorie/lerntheorie/arnold.pdf [22.06.2006] .
Baumgartner, P.& Payr, S.(1994). Lernen mit Software. Innsbruck: Studienverlag.
e-teaching.org (2004).CBT und WBT. In Medientechnik . [on- line].e-teaching.org. Verfügbar unter: http://www.e-teaching.org/technik/aufbereitung/cbt_wbt/ [22.06.2006] .
Fleuchaus, I. (2002). Aufbaukurs: Lernprogramme, Informationssysteme, Spiele, Mediendidaktik. [on- line]. Verfügbar unter: http://www.lehrerfortbildung-bw.de/mo/m1/mm_ak/mdidaktik/index.html [22.06.2006] .
Kailer, N. (1998). Innovative Weiterbildung durch Computer based Training: Ergebnisse einer europaweiten Studie. Wien: Signum-Verlag.
Mühlhäuser, M.(n.d.). WBT – Stand und Perspektiven.[on-line]. Verfügbar unter: http://elara.tk.informatik.tu-darmstadt.de/publications/2001/Learntec01_MM.pdf [22.06.2006] .
Schulmeister, R.(2000). Didaktische Variationen im Computer-Based Training: Vortrag auf der GfA-Herbstkonferenz an der Universität Hannover im September.[on-line]. Verfügbar unter: http://www.izhd.uni-hamburg.de/pdfs/DidVariation.pdf [22.06.2006] .
Schwan, S.(2005). Gestaltungsanforderungen für Video in Multimedia-Anwendungen. [on-line]. Verfügbar unter: http://aphrodite.iwm-kmrc.de/en2/didaktik/gestaltung/visualisierung/video/schwan.pdf [22.06.2006] .
Schwarzkopf, T. (n.d.). Lernmodelle. [on-line].Verfügbar unter: http://artphil.de/html/zusammenfassung.html [22.06.2006]
Tanner, A. (2004). Service-Technik: DeTeWe schult effektiv mit CBT . [on-line]. Verfügbar unter: http://www.tanner.de/de/fachportal-technische-dokumentation-redaktionssysteme/artikel/computer-based-training-cbt/computer_based_training_bei_detewe.html [22.06.2006]
Tarnorutskiy, J. (1997). Seminar Multimedia und Electronic Publishing
Kapitel 12: Computer Based Training . [on- line]. Verfügbar unter: http://i31www.ira.uka.de/docs/mm+ep/12_CBT/ [01.07.2006] .
