Gestalten und Evaluieren von eLearning Szenarien/Gestaltungsanforderungen an eLearnszenarien
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(http://www.useit.com/alertbox/9605.html)
Im Zuge der Gestaltung eines eLearning Szenarios treten mitunter Fragen nach dem richtigen Einsatz von Multimedia, dem bestmöglichen Zusammenspiel von Text und Bild oder aber der sinnvollen Implementierung einer Simulation oder Animation auf. Verschiedene Gestaltungsprinzipien (Multimediaprinzip, Modalitätsprinzip, Kontiguitätsprinzip, Kohärenzprinzip, Redundanzprinzip) liefern Anhaltspunkte für das Zusammenspiel und den sinnvollen Einsatz von Multimedia Elementen. Die Einhaltung bestimmter Regeln bei der Bildschirm-Textgestaltung sollen den Lernenden das Lesen von Hypermedia-Texten erleichtern. Die statische und dynamische Gestaltung einer Lernumgebung, wie der Einsatz von Bildern, Diagrammen, Animationen und Simulationen wirkt sich positiv auf das Lernen und vor allem auf das Behalten von Text aus. Trotz der guten Nutzerfreundlichkeit des Internets werden immer noch zahlreiche Design-Fehler gemacht, ohne die das Internet noch einfacher und effizienter genutzt werden könnte.
Inhaltsverzeichnis |
Multimediale Gestaltung
Multimedia als Lernmittel
Generell besteht die weit verbreitete Annahme, dass der Einsatz von Multimedia die Lern- und Behaltensleistung verbessere, da mehrere Sinneskanäle angesprochen werden. Diese stützt sich auf folgende naiv-populäre Aufzählung, für die es allerdings keine wissenschaftliche Quelle gibt.
So kann es sinnvoll sein, neben einer rein textlichen Gestaltung die zu vermittelnden Inhalte durch visuelle Repräsentationen besser verständlich zu machen. Der Einsatz von Bildern oder Animationen kann dabei helfen, Zusammenhänge zu erklären und dient weiters der Veranschaulichung abstrakter Inhalte (Hipfl, 2003).
Multimediaprinzipien
Eine gute Gestaltung eines eLearning Szenarios zeichnet sich vor allem durch ein sinnvolles Zusammenspiel der verschiedenen multimedialen Elemente aus. Um zu verhindern, dass durch den übermäßigen oder deplatzierten Einsatz von beispielsweise Bildern oder Animationen der Lernerfolg nachteilig beeinflusst wird, ist es hilfreich, sich an Gestaltungsgrundsätzen orientieren zu können. Die Multimediaprinzipien nach Clark und Mayer (2003) liefern solche Anhaltspunkte und lassen sich wie folgt unterteilen:
- Multimediaprinzip
Dieses erste Prinzip besagt, dass bei eLearning Plattformen die inhaltlichen Texte mit Grafiken kombiniert werden sollten, mit Hilfe von Animationen, Bildern oder Charts kann der zu vermittelnde Lernstoff anschaulicher präsentiert werden. Wichtig dabei ist, dass den Grafiken erklärende, und nicht bloße dekorative Funktionen zukommen, das Design soll zum Lernen anregen und beim Lernen helfen (Clark und Mayer 2003).
- Modalitätsprinzip
Das Modalitätsprinzip geht davon aus, dass es von Vorteil ist, wenn Erläuterungen von Bildern und Animationen durch gesprochene Texte geliefert werden, nicht durch geschriebene. Dabei sollten der erklärende Audiotext und die Grafik zeitgleich verwendet werden. Aufgrund der kognitiven Lerntheorie wird dadurch der visuelle Kanal des Menschen durch den gesprochenen Audiotext entlastet (Clark und Mayer 2003).
- Kontiguitätsprinzip
Dieses ist das Prinzip des räumlichen und zeitlichen Zusammenhangs. So sollten zusammengehörende Texte und Bilder räumlich nahe beieinander platziert werden, so dass sie gleichzeitig sichtbar sind. Ebenso müssen zusammengehörende Bilder bzw. Animationen und deren Erläuterungen durch gesprochene Texte gleichzeitig präsentiert werden, nicht nacheinander (Clark und Mayer 2003).
- Kohärenzprinzip
Um die Aufmerksamkeit des Lernenden aufrecht zu halten und den Lernprozess effektiver zu gestalten, ist es wichtig, dass auf unwesentliche und irrelevante Bilder, Töne oder Animationen verzichtet wird. Entgegen der Annahme, dass eine attraktiv gestaltete Multimedia-Umgebung einen höheren Lernerfolg mit sich bringt, belegen Studien, dass der Lernerfolg größer ist, wenn Unnötiges weggelassen wird (Clark und Mayer 2003).
- Redundanzprinzip
Aufgrund des Modalitätsprinzips, welches besagt, dass der Einsatz von Bildern bzw. Animationen mit gleichzeitigen verbalen Erläuterungen den Lernerfolg fördert, kann es sich nachteilig auswirken, wenn zudem auch noch Bildschirmtext angezeigt wird. Das Redundanzprinzip möchte daher das gleichzeitige Vorhandensein von geschriebenem und gesprochenem Text vermeiden, wenn zusätzlich Grafiken vorhanden sind (vgl. Clark und Mayer 2003).
Textgestaltung
Bei der Einbindung von Texten, die am Bildschirm gelesen werden sollen, ist es sinnvoll, bestimmten Richtlinien zu folgen, um die E-Learning Plattform bestmöglich zu erstellen. So gibt es hinsichtlich der Gestaltung von Texten, dem Scrollen der Texte am Bildschirm, der Schrift- sowie der Farbwahl bestimmte Faustregeln, bei deren Einhaltung dem Lernenden das Lesen der Hypermedia-Texte erleichtert wird.
- Gestaltung von Texten
Da Texte am Bildschirm langsamer gelesen werden als Texte am Papier, ist es ratsam, lange Fließtexte zu vermeiden und stattdessen kurze, prägnante Texte einzusetzen. Ebenfalls sollte eine sinnvolle Unterteilung mithilfe von Absätzen, die nicht mehr als 6 bis 7 Sätze umfassen, gegeben sein. Kann man jedoch lange Texte nicht verhindern, ist es ratsam, diese als formatierte Lesetexte, z.B. als PDF-Datei anzubieten. Um vertiefende oder weitergehende Informationen zu erhalten, kann der Einsatz von Hyperlinks nützlich sein, die auf Extrafenster oder andere Bildschirmseiten verweisen.
Eine Textzeile am Bildschirm sollte maximal acht bis zehn Wörter umfassen, der Zeilenabstand soll ein rasches Überfliegen der Zeilen ermöglichen. Bei einer 12-Punkt-Schrift werden 20 bis 25 Punkte Abstand empfohlen, also ca. 1 1/2 bis 2-zeilig (Niegemann, 2001).
- Scrollen am Bildschirm
Auch hier gibt es bestimmte Regeln, die beachtet werden sollten, so wäre es ratsam, horizontales Scrollen auf jeden Fall zu vermeiden und sich nur auf den Einsatz von vertikalem Scrollen zu beschränken. Da gescrollter Text in der Regel langsamer gelesen wird als statischer Text, sollte sich das Scrollen nicht auf Lerntexte beziehen, sondern auf solche, die für ein selektives oder konsultierendes Lesen (Suche nach bestimmten Inhalten) bestimmt sind. Weiters ist kontinuierliches Scrollen, wo lediglich Zeile um Zeile gescrollt wird, dem sprunghaften Scrollen, wo abschnitts- oder seitenweise gescrollt wird, vorzuziehen (Niegemann, 2001).
- Schriftwahl
Zunächst sollte beachtet werden, dass die Schrift nicht zu klein ausfallen darf, da durch das dann erforderliche Zoomen des Bildschirms der Gesamtüberblick der Seite verloren geht, daher wäre eine Schriftgröße von 12 bis 14 Punkt zu bevorzugen. Bei der eigentlich Schriftwahl hat sich der Einsatz von serifenlosen Schriften (Arial, Helvetica, Sans Sarif, Geneva, Tahoma, Verdana usw.) bewährt, allerdings sollten nicht mehr als zwei verschiedene Schriftarten verwendet werden, um das Erscheinungsbild nicht zu zerstören. Texte in Großbuchstaben sollten sich nur auf kurze Überschriften oder auf das Hervorheben einzelner Wörter beschränken, da diese ebenfalls langsamer gelesen werden (Niegemann, 2001).
Quelle:http://www.artoftype.ch/schriftwahl/index.html
- Farbwahl
Im Gegensatz zum Printbereich, wo überwiegend weißes Papier zum Einsatz kommt, gilt ein weißer Hintergrund am Bildschirm als keine optimale Lösung, daher verwenden viele Websites farbige Hintergründe. Generell werden überwiegend mittlere Kontraste und gedämpfte Farben als angenehm empfunden, da zu starke Kontraste die Leserlichkeit beeinträchtigen können und satte Farben schnell zu visueller Ermüdung führen. Hintergründe sollten eher in kalten Farben gehalten werden, da diese Distanz signalisieren, während sich für Schriften warme Farben besonders eignen (Niegemann, 2001).
Statische und Dynamische Gestaltung
Statische Gestaltung bezieht sich auf den Einsatz von Bildern und Diagrammen in die Lernumgebung, was sich positiv auf das Behalten von Text auswirken kann. Es wird zwischen realen und schematischen Abbildern unterschieden, wobei erstere reale Inhalte abbilden (Fotografien), hingegen beschränken sich schematische Abbilder auf Strich- und Umrisszeichnungen, um den Blick aufs Wesentliche zu lenken. Numerisch-quantitative Informationen werden durch Diagramme visuell dargestellt (Hipfl, 2003).
Einsatz von Bildern
Für den Bereich des Lernens mit Multimedia stellt sich in erster Linie das Problem, wie Abbilder zum effektiven Wissenserwerb genutzt werden können. Vor allem drei Funktionen erscheinen für informierende und instruktionale Texte besonders wichtig und werden nachstehend erläutert. Weidenmann (2002) unterscheidet zwischen folgenden instruktionalen Funktion von Bildern:
- Zeigefunktion
Bilder können einen Gegenstand bzw. ein Bildthema zeigen, wobei es wichtig ist, dass die Lernenden eine möglichst vollständige Vorstellung vom Gegenstand entwickeln und Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden sollen. Dafür sind gezielte Hinweise wichtig, die beim Leser bildhafte Vorstellungen eines Gegenstandes erzeugen. Diese Funktion ist beispielsweise in der Lehre der Kunstgeschichte von großer Bedeutung (Weidenmann 2002).
- Situierungsfunktion
Abbilder erfüllen diese Funktion dann, wenn der Betrachter dadurch Detailinformationen in einem "Rahmen" einbetten kann. So können beispielsweise Situationsvorstellungen beim Sprachlernen durch entsprechende Bilder im Zusammenhang mit Dialogen oder Vokabeln evoziert werden (Weidenmann 2002).
- Konstruktionsfunktion
Abbilder dieser Art können Lernenden helfen, komplexe Realitätsausschnitte kognitiv in Form eines adäquaten mentalen Modells zu repräsentieren, beispielsweise die Funktion des Herzens. Das Abbild informiert sowohl über die Elemente als auch über deren Zusammenspiel. Damit lassen sich beispielsweise Prozesse oder Abstrakte Theorien gut veranschaulichen (Weidenmann 2002).
Eine Besonderheit bei multimedialem Lernmaterial ist auch die Möglichkeit, Bilder interaktiv darzustellen. Das bedeutet, dass diese bei Berührung mit dem Mauscursor weitere Informationen anbieten. Dazu gibt es unzählige Möglichkeiten, so kann das Bild vergrößert und verkleinert, bestimmte Teile farbig hervorgehoben oder Text angezeigt werden (Niegemann, 2001).
Bei diesem Beispiel für Felsritzungen kann der Lernende mit einem Mouseover von der Original- zur rot gekennzeichneten Ritzzeichnung wechseln, um die Umrisse besser wahrnehmen zu können.
Quelle: http://www.culture.gouv.fr/culture/arcnat/lascaux/de/
Einsatz von Diagrammen
Diagramme sollten vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn Entwicklungen oder Verhältnisse visualisiert und Daten grafisch dargestellt werden sollen. Da bei der Gestaltung von Diagrammen die Relationen im Vordergrund stehen, sollte auf inhaltliche und formal sparsame Gestaltung geachtet werden. Das bedeutet vor allem die Vermeidung von visuellen Effekten, die nicht der Informationsvermittlung gewidmet sind. Es lassen sich mehrere Typen von Diagrammen aufzählen, die unterschiedlich eingesetzt werden können (Hipfl, 2003).
Kreisdiagramme bieten sich zur Untergliederung eines Ganzen in Unterschiedliche Teile an, aber nicht so sehr, um die verschiedenen Aufteilungen des Ganzen miteinander zu vergleichen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Diagramm
Balken- und Säulendiagramme eignen zur Visualisierung von quantitativen Merkmalsausprägungen, während sich Liniendiagramme vor allem für die Gestaltung von Entwicklungsverläufen eignen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Diagramm
Streudiagramme sollten benutzt werden, um statistische Zusammenhänge zwischen quantitativen Variablen anhand einer begrenzten Zahl von Beobachtungen darzustellen.
Einsatz von Animationen und Simulationen
Animationen und Simulationen sollten vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn es gilt, komplexe Realitätsausschnitte darzustellen und Bewegung notwendig ist, um den jeweiligen Sachverhalt zu verdeutlichen. Wenn die Lernenden mit dem Lehrstoff allerdings noch nicht vertraut sind, kann es dazu kommen, dass die Animation als schwer verständlich wahrgenommen wird. Die größte Lernwirksamkeit wird erreicht, wenn den Lernenden die Kontrolle über die Animation überlassen wird. Dies ist in der Regel der Fall bei Simulationen (Niegemann, 2001).
Vorteile von Multimedia
Der Einsatz von Multimedia birgt in folgenden Bereichen Vorteile hinsichtlich der Gestaltung von Abbildern:
1. Audio
Werden auditive Informationen verwendet, ist es möglich, zusätzliche Informationen über einen weiteren Sinneskanal neben dem Visuellen darzustellen. Das bedeutet, dass der Bildschirm dabei von Text entlastet wird, auf diese Weise kommt es zu einer gleichzeitigen Informationsaufnahme, die sowohl visuell wie auch auditiv verarbeitet werden kann. Weiters können z.B. Bilder durch Originalgeräusche einprägsamer und authentischer dargestellt werden.
2. Bewegtbilder
Dynamische Abläufe, wie beispielsweise Bewegungsbilder beim Sport, sind durch reinen Text oder Standbildaufnahme für den Lernenden oft nur schwer nachvollziehbar. Durch Bewegtbilder können diese Abläufe realistischer präsentiert werden.
3. Interaktivität
Multimedia bietet die Möglichkeit, Zusatzinformationen zu einem Thema nach Belieben abzurufen. dadurch kann der Lernende nach Interesse und Vermögen selbst entscheiden, wie detailliert und wie präzise er Informationen aufnehmen möchte.
Design-Fehler
Die Nutzerfreundlichkeit des Internets verbessert sich zwar dank der Arbeit der Usability-Fachleute laufend, noch immer aber werden ganz banale Design-Fehler gemacht, ohne die das Internet um einiges einfacher, effizienter und vor allem auch emotional ansprechender genutzt werden könnte.
Jakob Nielsens diesjährige Liste mit den häufigsten Webdesign-Fehlern zeigt einmal mehr auf, dass bei vielen Websites das Hauptaugenmerk immer noch nicht auf dem liegt, was die User im Wesentlichen vom Internet möchten, nämlich:
• lesbaren Text und Inhalte, die ihre Fragen beantworten
• eine Navigation und eine Suchfunktion, die sie dabei unterstützt, das Gewünschte schnell und einfach zu finden
• kurze und einfache Formulare und ein nachvollziehbarer, intuitiver Arbeitsablauf
• keine Fehler und keine veralteten Informationen
(http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=051007017)
Jakob Nielsens wird oft als eine der führenden Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Benutzerfreundlichkeit genannt und beschreibt auf seiner Homepage die zehn häufigsten Webdesign-Fehler des Jahres 2005, die nun folgenden Abschnitt erläutert werden.
1. Problem der Leserlichkeit
Die Leserlichkeit von Texten auf Internetseiten wird vor allem durch die falsche Wahl der Schriftgröße sowie eines ungünstig gewählten Farbkontrasts zwischen Text und Hintergrund stark beeinträchtigt.
2. Nicht-Verwendung von Standard-Links
Undeutlich gekennzeichnete Links sind oftmals nicht als solche erkennbar, was in vielen Fällen zu Irritationen führen kann. Daher ist es empfehlenswert, diese farblich hervorzuheben und zu unterstreichen. Weiters sollte eine Differenzierung von besuchten und unbesuchten Links vorhanden sein.
3. Falscher Einsatz von Flash-Applikationen
Laut Nielsen stellt Flash ist eine Programmierumgebung dar und sollte eingesetzt werden, um den Benutzern zusätzliche Mittel und Funktionen anzubieten, die von einer statischen Seite aus nicht zugänglich sind. Flash sollte nicht zum Aufpeppen einer Site dienen.
4. Inhalte, die nicht fürs Web geschrieben worden sind
Inhalte, die im WWW veröffentlicht werden, sollten überfliegbar, kurz und prägnant sein, die Fragen der Besucher beantworten und allgemeine Sprachwendungen benutzen.
5. Mangelhafte oder nicht vorhandene Suchfunktionen
6. Inkompatible Browser
Viele Browser (Firefox, Opera) werden ausgeschlossen, weil Internetseiten lediglich für eine Plattform (meist den Internet Explorer) konzipiert wurden.
7. Unnötige Formulare
Oft werden Formulare im Web zu häufig verwendet, sind tendenziell zu lang und enthalten zu viele unnötige Fragen und Optionen.
8. Fehlende Kontaktdaten
Jede Webseite sollte dem User Kontaktdaten (z.B. in Form einer Email-Adresse) sowie Informationen zum Unternehmen zur Verfügung stellen.
9. Starre Layouts mit fix vorgegebenen Seitenbreiten
10. Unpassende oder fehlende Vergrößerung von Fotos
(http://www.useit.com/alertbox/designmistakes.html)
Literatur
-Clark, R. C. & Mayer, R. E. (2003). E-Learning and the science of instruction. Proven guidelines for consumers and designers of multimedia learning. San Francisco: Jossey-Bass/ Pfeiffer.
Hipfl, I. (2003). Handbuch eLearning in den Geisteswissenschaften. Universität Graz
Hipfl, I. (2003): Handbuch eLearning in den Geisteswissenschaften. Projekt »EMIL«. Elektronische Medien in der Lehre der Geisteswissenschaften. Version 1.0 (Draft). Karl-Franzens-Universität Graz. Graz (http://grips.uni-graz.at/material/emil_handbuch. pdf) [zuletzt: 26.11.04]
-Niegemann, H. M. (2001). Neue Lernmedien. Konzipieren, entwickeln, einsetzen (1. Aufl.) Bern: Huber.
Nielsen, J. URL: http://www.useit.com/alertbox/designmistakes.html dl. am 14.12.2005
Pressetext Austria , URL: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=051007017 dl. am 23.01.2006
Richter, A. URL: http://www.iim.uni-giessen.de/osinet/paedagog/INSTRUKT/CUL/multlern.htm#Medienzahl%20oder%20instruktionale%20Strategie? dl. am 08. 01. 2006
-Weidenmann, B. (2002). Abbilder in Multimediaanwendungen. In L. Issing & P. Klimsa (Hrsg.), Information und Lernen mit Multimedia und Internet. Lehrbuch für Studium und Praxis (3. vollst. überarb. Aufl.). Weinheim: Beltz.
Kontrollfragen
1. Nennen und beschreiben sie die 5 Multimediaprinzipien nach Clark & Mayer.
Lösung: Das Multimediaprinzip besagt, dass Text und Grafik kombiniert werden soll, wobei der Grafik nicht bloß eine rein dekorative Funktion zukommen, sondern den Lehrstoff anschaulich präsentieren soll. Beim Modalitätsprinzip sollte man darauf achten, dass Bilder und Animationen durch gesprochenen (nicht geschriebenen) Text erklärt werden. Das Kontiguitätsprinzip ist das Prinzip des räumlichen und zeitlichen Zusammenhangs. So sollten zusammengehörende Texte und Bilder räumlich nahe beieinander platziert werden, so dass sie gleichzeitig sichtbar sind. Das Kohärenzprinzip besagt, dass auf unwesentliche und irrelevante Bilder, Töne oder Animationen verzichtet wird, um den Lernprozess effektiver zu gestalten. Das Redundanzprinzip Das Redundanzprinzip möchte daher das gleichzeitige Vorhandensein von geschriebenem und gesprochenem Text vermeiden, wenn zusätzlich Grafiken vorhanden sind.
2. Auf was ist im Zuge der Textgestaltung insbesondere bei der Schriftwahl zu achten?
Lösung: Schriften am Bildschirm dürfen nicht zu klein ausfallen, eine Schriftgröße von 12 bis 14 Punkt wäre angebracht. Bei der Schriftwahl hat sich der Einsatz von serifenlosen Schriften bewährt (Arial, Verdana). In einem Text sollten allerdings nicht mehr als zwei verschiedene Schriftarten verwendet werden, um das Erscheinungsbild nicht zu zerstören. Texte in Großbuchstaben sollten sich nur auf kurze Überschriften oder auf das Hervorheben einzelnder Wörter beschränken, da diese ebenfalls langsamer gelesen werden.
3. Was meint Jakob Nielsen mit "Nicht-Verwendung von Standard-Links" und "falscher Einsatz von Flash-Applikationen"?
Lösung: Mit "Nicht-Verwendung von Standard-Links" meint Nielsen, dass, um Irritationen vorzubeugen, Links farblich hervorgehoben oder unterstrichen werden sollten, ebenso sollten besuchte und unbesuchte Links differenziert werden. Flash-Applikationen sollten nur dann in die Lernumgebung eingebaut werden, wenn sie den Benutzern zusätzliche Mittel und Funktionen anbieten. Der Einsatz von Flash zur bloßen Verschönerung einer Seite ist daher nicht empfehlenswert.