Gestalten und Evaluieren von eLearning Szenarien/Effektivität und Effizienz von eLearning

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""Im Leben gibt es keine Lösungen. Es gibt nur Kräfte, die in Bewegung sind: Man muss sie erzeugen und die Lösungen werden folgen." Saint Exupéry

Unter der Effektivität von E-Learning Szenarien versteht man den Grad der Zielerreichung, d. h. das Ausmaß, in dem die zur Verfügung gestellten Online-Leistungen die beabsichtigten Wirkungen bzw. Ergebnisse erreichen.

Die Effizienz hingegen beinhaltet die Gestaltung, Durchführung und auch die Konzeption der multimedialen Systeme. Bezogen auf den Lernerfolg stellt man den Aufwand für diese Bildungsmaßnahmen in den Mittelpunkt. Ziel der Lehreffizienz ist es, mit möglichst geringem Zeitaufwand einen möglichst großen Lernerfolg zu erzielen.



Inhaltsverzeichnis

Effektivität


Im Mittelpunkt der Effektivität stehen die Ziele die erreicht werden. Dieses Effektivitätsziel mag zwar trivial und selbstverständlich sein, ist es aber keineswegs: Wenn die Ziele einer Maßnahme nicht bekannt oder nicht explizit genannt sind (was durchaus nicht selten vorkommt), dann wird die Überprüfung der erreichten Ziel unmöglich.


Quantitative Effekte


  • Interaktionseffekt


Anfänglich wurde sich die Frage gestellt, ob ein höherer Lernerfolg, durch den Einsatz gezielter und ganz bestimmter Medien, erzielt werden kann.

Brinker diskutiert den Einfluss des Lehrenden durch seine persönlichen Merkmale auf den effektiven medial unterstützenden Unterricht. Folgende Variablen wurden dieser Untersuchung von Fricke hinzugezogen: Alter, Geschlecht, Schulabschluss, Interesse am Lerngegenstand, Leistungs-, Lern-, Weiterbeildungsmotivation, Wissen und Einstellung zum Computer sowie verschiede Persönlichkeitsmerkmale.

Aus dieser Studie ergab sich das Ergebnis, dass persönliche Merkmale vom Lernerfolg mit Computer unterstützten Medien nicht abhängig ist.


  • Motivationale Effekte


Durch CBT ist jeder Lernende für sich selbst verantwortlich. Er hat die Aufgabe, sich selbst seinen fortlaufenden Lernprozess zu regeln, zu kontrollieren und auch selbst zu steuern. Hier heraus resultiert, dass der Lernende hohe Aufwendungen vollbringen muss um aus dem CBT einen effektiven Nutzen ziehen zu können.

Ein äußerst wichtiger Punkt bei der Untersuchung der Effektivität multimedialer Lernumgebungen ist die Akzeptanz der unterschiedlichen Lernangebote sowie deren Bedeutung für den Lernerfolg eines Lernenden. Kerres spricht hier 2 verschiedene kombinierte Arten von Akzeptanz an. Die individuelle Akzeptanz bezieht sich auf das Lehrangebot und die Bereitschaft des Lernenden sich mit dem Medium eine unbestimmte Zeit auseinanderzusetzen. Dies lässt die organisationale Akzeptanz einfließen, die sich darum bezieht, wie lange sich der Lernende mit dem Medium auseinandersetzen muss.


Zusammenfassend bestätigt sich durch unzählige Experimente, dass der Einsatz multimedialer Lernsysteme unabhängig ist vom individuellen Lernerfolg des Lernenden. Die Wahl des Mediums ist jedoch keinesfalls gleichgültig. Die Steigerung der Lernmotivationen ist durch den Einsatz von multimedialen Lernsystemen beeinflussbar und sichtbar. Dieser Effekt ist jedoch nur von kurzer Dauer und reicht alleine nicht aus um den Lernenden zu motivieren. Auf der einen Seite kann die Lerndauer des Lernenden durch diese Medien verkürzt werden auf der anderen Seite ist zu berücksichtigen, dass viel Lernende mit der Selbstgestaltung ihres Lernens nicht zurrecht kommen und es mehr „Aussteiger“ gibt. Die Beeinflussung des Lernerfolges durch die Akzeptanz des Lernenden steht jedoch nicht unmittelbar mit Qualität des Lernmediums in Verbindung. (Kerres, 2000)

Qualitative Effekte


Der Einsatz der multimedialen Lernsysteme unterstützt neue und andere Formen der Wissensvermittlung und Wissensaufnahme. Folglich müssen diese auch nach anderen Kriterien gemessen werden.

Insbesondere ist es wichtig neue Zielgruppen zu definieren, da sich mit Hilfe dieser neuen Bildungsmethoden auch andere bzw. zusätzliche für viele neue Tore öffnen. Für beispielsweise körperlich Behinderte, Eltern in der Phase der Kinderbetreuung und Beruftätige mit Weiterbildungsabsichten eröffnen sich Möglichkeiten die weder an Zeit und Raum zu Hindernissen führen können. Weiters beschreibt Kerres, dass das Konzept des multimedialen Lernens das selbst organisierte Lernen in den Vordergrund stellt und auch besonders unterstützt. Es ist wichtig, dass man mit Hilfe verschiedener Organisationsformen und Angebotsformen die Adressaten effektiv angesprochen werden.


Weidemann verdeutlicht, dass nicht das mediale System den Lernenden und dessen Lernerfolg beeinflusst sondern, dass das angewendete System nur ein selbst ausgewähltes Symbol ist welches mehr oder weniger zur Darstellung der Sachverhalte nützlich ist. Nicht die Wahl des Multimedia Systems ist entscheidend für den Lernerfolg sondern die Konzeption der Materialien.


Tatsache ist, dass Medienunterstützende Lernangebote Situationen erschließen könne, bei denen Präsenzunterricht aus unterschiedlichsten Gründen schwer oder gar nicht durchführbar ist.

Effizienz


Bei der Effizienz von eLearning geht es neben der Erreichung der Ziele auch um den Aufwand der nötig ist, um diese Ziele zu ereichen. Hier wird ein befriedigendes Gleichgewicht von Kosten und Nutzen angestrebt.


Die Lehreffizeinz beinhaltet die Gestaltung, Durchführung und auch die Konzeption der multimedialen System. Bezogen auf den Lernerfolg stellt man den Aufwand für diese Bildungsmaßnahmen in den Mittelpunkt. Ziel der Lehrneffizienz ist es mit einer möglichst geringen Zeit der Aufbereitung einen möglichst großen Lernerfolg zu erzielen.


Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz


Um die Bildungsarbeit durch den Einsatz von multimedialen Lernsystemen zu steigern, führt Decker folgende Punkte an:


  • Optimierung von Zeit und Kostenaufwand
  • Optimaler Einsatz von Betriebsmitteln und Referenten
  • Steigerung der Qualität und der Effektivität der durchgeführten Bildungsmaßnahmen
  • Verbesserung dees Verhältisses von Kosten und Nutzen
  • Senkung der Anwesenheitszeit von Mitarbeitern
  • Steigerung der Problemlösungsfähigkeiten der Mitarbeiter und der Organisation
  • Qualifizierung der Führungskräfte
  • Bildungscontrolling und Maßnahmen zur Erfolgssicherung


Decker ist der Meinung das sich eine Steigerung der Effizienz in Senkung der Kosten oder in der Steigerung der Qualität und Effektivität von Bildungsmaßnahmen.

Strategien der Effizienzsteigerung


a) Die Steigerung des Lernerfolges in Verbindung mit einem bessern Ergebnis sollte zu funktionieren, dass der Aufwand gleich bleibt oder reduziert wird. Zusätzlich sollte ein didaktisch besseres Lernangebot aufbereitet werden mit der Absicht die Qualität der didaktischen Medien zu konzentrieren.


b) Die Reduktion des Lernaufwandes bei gleich bleibendem Lernerfolg - darauf beruht der Medieneinsatz der wieder um eine Reduktion des Lernaufwandes bewirkt jedoch eine Steigerung des Lernerfolges. Mit der Steigerund der Effizienz wird eine Kostensenkung angestrebt, die jedoch das Ergebnis des Lernerfolgs nicht beeinflusst.


Grundlegend bleibt die Frage offen, ob die Minierung des Lehraufwandes einen effektiven Einfluss auf die Lernziele hat. Bei diesen Untersuchung sind nicht nur die Lernerfolge relevant sonder auch der Verlust von persönlichen Kontakten und der Kommunikation untereinander. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich durch den Einsatz von multimedialen Lern und Lehrsystemen, sowohl die Lerndauer als auch die Lehrdauer reduziert und über diese Minierung eine Effizienzsteigerung bewirkt wird. Die Senkung der Kosten pro Teilnehmer, kann nur dann erzielt werden wenn die Kosten der Erstellung eines solchen Lehrangebotes nicht von Teilnehmerzahl abhängig ist. Auf Grund dieser Tatsachen kann dargelegt werden, dass sowohl die Bildungsziele als auch die multimedialen System nicht mit denselben Kriterien bewertet werden können. (Kerres, 2000)

Vorraussetzungen für die Effektivität des eLearnings


Effektiv, kann eLearning eingesetzt werden, wenn Inhalte, Ziel und Aufgaben absolut transparent sind sowie explizit und nachvollziehbar sind. Das effektive Arbeiten bei einer eLearning Veranstaltung setzt ein genaues und vollständiges Konzept des Lehrenden voraus. Primär sind genaues Formatieren, die inhaltliche Abfolge des Lehrangebots sowie die gestellten Aufgaben vollständig, fehlerfrei und an den Wissenstand der Zielgruppe anzupassen.


Das Ziel ist es, die Zielpersonen soweit zu bringen, dass diese einen positiven Nutzen aus dem Vortrag ziehen. Natürlich wird für den Lehrenden anfangs der Arbeitsaufwand sowie die Kommunikation höher. Auch der Lernende muss sich mehr mit dem Neuen System beschäftigen um damit vertraut zu werden. Die Veranstaltungen sind nicht zur vorzubreiten sondern auch eine Nachbereitung ist von primärer Bedeutung. Die Teilnehmer werden automatisch zu mehr Aufmerksamkeit und Disziplin gezwungen. Ungenauigkeiten und Unklarheiten müssen sofort besprochen und abgeklärt werden, da sonst die Aufmerksamkeit sinkt und die Beteiligten dem Lehrenden nicht mehr folgen können. Die Lernenden entdecken durch Pobieren eine ganz neue Welt, in die durch eigene praktische Versuche immer weiter eingedrungen und erforscht wird. (Kraemer, 2001)


Kosten und Nutzen Analyse


E Learning erspart Zeit und Kosten z.B. Reisezeit, Kosten für die Anreise und Abreise, sowie Arbeitsausfälle und Vorlesungsausfälle bei Krankheit. Die Einsparungen für eLearning Projekte sollen sich auf 40 bis 60% der Gesamtkosten belaufen! Von diesen Aspekten profitieren hauptsächlich Unternehmen - für Universitäten hingegen spielen Diese kaum eine Rolle.


Andererseits erfordert die Entwicklung von e-Learning viel Zeit und natürlich auch Kosten. Jeder hat die Möglichkeit alleine und selbständig, jederzeit und an jedem Ort lernen. Das erhöhte Selbstlernen und die ständige Verfügbarkeit der Lerninhalte sind neben Zeit- und Kostenersparnis die am häufigsten erwarteten Vorteile von elektronischer Bildung. Das Selbstlernen ist jedoch nicht ganz so einfach, vor allem ist das Thema „Motivation der Lernenden“ nicht zu unterschätzen.


Die Inhalte sind immer wieder verwendbar und abrufbar. Der Lehere ändert seine vorgehens Weise und wird ein "Coach". Auch weiterhin wird es Lehrer geben die für die Vermittlung von Information und Wissen zuständig sind. Jedoch wird in Zukunft, dass Lernen immer mehr zum Selbststudium und es wird wichtiger werden, Lernbegleiter oder -unterstützer zu haben.


Dies wird vorallem für die universitäre Lehre zunehmend wichtiger. Man darf jedoch nicht vergessen, dass der Fokus auf der Wissensvermittlung und der Wissensvertiefung und nicht auf der Technologie liegt. Wichtig ist das Hauptziel betreffend den Auszubildenden, der im Vordergrund stehen muss jedoch ohne die Bedürfnisse der Lehrenden ausser Acht zu lassen. Wichtig ist es, das Wissen oder die Fähigkeiten effektiv und dauerhaft vermitteln zu können. Erst danach kann das Vermittlungssystem bestimmt werden. Das Optimum jeodch besteht aus einer Kombination von mehrer Medien, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Teilnehmer ausgelegt sind. Kosten_und_Nutzen_von_eLearning wurde von meinem Kollegen Thomas Grünwald behandelt. (Kraemer, 2001)

Analyse der Zielgruppe


Von äußerster Wichtigkeit ist es, den Lehrstoff exakt an die Zielgruppe anzupassen. Dies weist wiederum darauf hin, dass eine komplette Umgestaltung des Lehrunterrichtes nicht von Vorteil ist, da die Zielgruppe bei internetbasierter Unterrichtseinheiten meistens unbekannt ist. Aus diesen ausschlaggebenden Gründen leiten sich wichtige Punkte ab. (Kraemer, 1998)


  • Vorwissen


Die Ausgangsituation des Lehrstoffes hängt immer vom Vorwissen der Zielgruppe ab und ist auch darauf auszurichten. Da die Lernenden nicht die gleichen Vorausätzungen abhängig von ihrem Wissensstand haben, besteht die Möglichkeit Tests zu machen um abgrenzen zu können inwieweit den Lernenden, Vorwissen vermittelt wurde. Entsprechend dieser Ergebnisse können spezielle Lernangebote für die Zielgruppen vorbereitet werden um diese entsprechend ihres Vorwissensstandes in bestimmte Gruppen einzuteilen und den Lehrstoff und die Strategie dementsprechend anzupassen.


  • Motivation


Bei der Motivation entscheidet man zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Bei intrinsischer Motivation handelt es sich um Motive in der Lerntätigkeit selbst liegen, wie beispielsweise der Ergeiz die Aufgabe lösen zu wollen oder die Freude an der Arbeit. Die extrinsischen Motive beziehen sich beispielsweise auf Lob der Mitmenschen, Leistungsnachweise (Titel) oder auch auf finanzielle Beweggründe.


  • Lerngewohnheiten, Einstellungen und Erfahrungen


Die Lerngewohnheiten der einzelnen Teilnehmer sind maßgeblich zu berücksichtigen, da sich diese schon vom Kindesalter an entwickelt haben. Ein zentraler Faktor des effektiven multimedialen Lernens ist der Umgang mit dem Computer in Zusammenhang mit den bisherigen Lerngewohnheiten. Dies betrifft vor allem die Medienkompetenz, die meine Kollegin Alexandra Mayer ausführlich behandelt hat.


  • Subjektiver Nutzwert


Vorraussetzung für das webbasierte Lernen ist, dass die Zielgruppe einen effektiven Nutzen aus dieser Lernart ziehen, im Vergleich zum traditionellen Unterricht. Aus diesem Grund ist es wiederum wichtig dass der Lehrende, genau auf die Zielgruppe und deren Vorwissen sowohl auf Basis des Lehrstoffes als auch auf die Handhabung eines Computersystems, eingeht. (Glotz, 2002)


  • Lernerfolgskontrollen

Um festzustellen, ob die Effektivität von eLearning gegeben ist werden sogenannte Lernerfolgskontrollen durchgeführt. Grundsätzlich werden unterschiedliche Arten von Lernerfolgskontrollen angeführt. Um Unterschied zu den tradtitonellen Weiterbildungssystemen besteht bei CBT und WTB eine sofortige Rückmeldung nach der Wissensüberprüfung, Mehrmalige Wiederholung des Tests, das Ergebnis wird nicht durch Persönliche Einflüsse des Auszuwertenden beeinflusst. Die Lernerfolgskontrollen können auch so gestaltet werden, dass die falsch beantworteten Fragen immer wieder kommen. (Kraemer, 2001)

Der Einsatz von eLearning im Unternehmen


Bei der Einführung von e Learning ist es wichtig die Probleme des Unternehmens zu analysieren um daraus den konkreten Nutzwert der Einführung eines eLearning Systems herausfinden zu können. Weiters ist die Integration der Geschäftsprozesse in die Welt der Informationstechnologie von hoher Wichtigkeit. Bei der Einführung des Systems sollte maßgeblich auch die Vorbereitung und Steuerung der Prozesse geachtet werden. Dies ist sowohl auf organsatorischer Ebene als auch auf individueller Ebene ausschlaggebend und beeinflusst das Arbeiten mit dem neuen System.


Weiterbildung im Unternehmen sichert auf der einen Seite den Wettbewerbsvorteil, schafft aber auch auf der anderen Seite einen Kostenblock. Aus diesem Grund stellt sich die Frage nach der Effizienz und natürlich auch nach der Qualität des Lehrangebotes. Ob das System eingeführt wird, wird aus dem Nutzen für das Unternehmen als auch für die Mitarbeiter berechnet. Es findet eine so genannte Beschleunigung im Unternehmen statt –betreffend Intranet und auch eine Beschleunigung mit Dritten – Internet durch Auswärtige Mitarbeiter und Kunden. Zu berücksichtigen ist auch die Effizienzsteigerung die durch diese Geschäfts und Lernprozesse herbeigeführt wird. Jedoch funktioniert der Prozess der Einführung eines eLearning Systems nur wenn sowohl die Zielgruppen (Mitarbeiter und Unternehmen), die Zielsetzung (was will man erreichen), die Infrastruktur des Unternehmens aufeinander abgestimmt werden. Dann kann geprüft werden ob es sinnvoll ist solch ein System einzuführen, dies wird durch eine Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen analysiert.


Wichtige Fragen bezogen auf die Zukunft und der Veränderung des Unternehmens tauchen auf. Was neu gestaltet werden soll und was aus dem alten übernommen werden sollte. Grundsätzlich ist es wichtig klare Ziele und Strategien zu formulieren. Maßgeblich ist auch der Nachweis des effektiven Nutzen sowohl für das Unternehmen als auch für dessen Mitarbeiter. Über eine Kosten – Nutzen Analyse kann festgestellt werden ob sich die Anzahl der Mitarbeit mit demselben Lernangebot rentiert – dies kann jedoch nur über einen länger dauernden Zeitraum gemessen werden.

Der Einsatz von eLearning am Beispiel von IBM


Um eine Neuentwicklung bzw. Einführung eines e Learning Systems im Unternehmen möglich zu machen, ist es notwendig eine Kosten Nutzen Analyse durchzuführen um die aufzubringenden finanziellen Mittel zu errorieren. Zusätzlich wird überprüft, ob die strategischen Ziele des Unternehmens mit einem e Learning Konzept überhaupt erreichbar sind.

Das IBM eLearning Modell
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Das IBM eLearning Modell

Eines der wichtigsten Ziele ist es, die Mitarbeiter langsam zu einem gedanklichen Umschwung zu bringen um sich dann mit dem neuen System vertraut machen zu können! (z.B. Schulungen, Seminare). Für die Mitarbeiter soll ein Konzept erstellt werden, das eine Lösung aus der effizienten Nutzung des e Learning Programms, darstellt. Zusätzlich ist es wichtig Ziele zu formulieren, die sowohl die neunen Lerntechniken als auch die pädagogischen Prinzipen einschließen! Wichtig ist es, die Mitarbeiter nicht mit unterschiedlichen System und Informationen zu überhäufen, da das Resultat eine Überforderungen verspricht. Dem Benutzer sollte ein exakter Lernvorgang dargelegt werden, genau so wie ein Ansprechpartner oder Trainer der in das System einführt.

Von der Unternehmerischen Seite aus betrachtet, besteht die Möglichkeit, durch den effizienten Einsatz der technologiebasierten Lernsysteme, sowohl Reise als Aufenthaltskosten von Außendienstmitarbeitern einzusparen – auch genannt „COST AVOIDANCE“. Daraus resultiert das sich Partnerunternehmen oder auch Andere, für sie interessante Informationen vom Internet zu holen. (Kraemer, 2001)

Evaluation

WTB Evaluation


Mein Kollege Daniel Hoschek hat sich ausführlich mit der Evaluation_von_eLearning_Szenarien beschäftigt. Dadurch, dass sich die Effektivität und die Effizienz eines Lernprogramms aus der Evaluation ergibt, möchte ich nur kurz die wichtigsten Kriterien zur Beurteilung von WTB Programmen erwähnen. Die Bewertung wird unterteilt in Didaktik, Design, Medien und Interaktion. Diese 4 Dimensionen können hilfreich sein, um auch andere Lernprogramme untereinander zu vergleichen. (Glowalla, 1999)

eLearning Framework
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eLearning Framework


  • Didaktik

Diese beinhaltet wichtige Kriterien, wie beispielsweise die Bestimmung der Lernziele, die Motivation der Zielgruppe, die Rückmeldungen der Teilnehmer sowie Hilfsfunktionen.


  • Design

Hier wird die Kategorie Gestaltung definiert. Beginnend bei den Steuerelementen, Raumaufteilung, Gestaltung des Textes, Gestaltung des Programms, Animationen und die Bildschirmaufteilung werden hier beachtet.


  • Interaktion

Hier wird die Handhabung des Lernprogramms untersucht wie beispielsweise der Start, das Bedienen des Programms und Dialogfähigkeit bei der Zielgruppe ankommt und dann bewertet.


  • Medien

Diese Kriterien betreffen das Programm an sich. Bilder, Animationen, Grafiken die zur Gestaltung des Lernprogramms dienen werden hier genau analysiert und bewertet. (Stangl, 2001)

eLearning - eine Herausforderung für die Universitäten?


Universitäten und Fachhochschulen stehen vor der Herausforderung der neuen Lehrmöglichkeiten mit Internet und Intranet. Bei Online-Lernmöglichkeiten können sich die Anwesenheitszeiten verringern. Online-Lernen erfordert jedoch von den Studierenden ein sehr hohes persönliches Engagement.

Es wird versucht inhaltliche, methodische und soziale Kompetenzen aufzubauen und natürlich auch zu fördern. Der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien an den Universitäten ist mit sehr hohen Erwartungen verbunden.

Eine sehr große Herausforderung stellt die Vernetztung und Verbreitung von Informationen da. Man versucht hiermit digitale Informationen mit wenigen Kosten zu vervielfältigen und die Möglichkeit zu schaffen sich unabhänig von Zeit oder Raum die Informationen beschaffen zu können. Aus diesem Grund ergeben sich ganz neue Arbeitsbedingungen für den Studierenden. (Fricke, 2000) Universiäten veruschen mit e Learning sowohl die Qualität der verschiedenen Lehrveranstalungen zu erhöhen und die Kommunikation zu erhöhen. Die Universität in Linz bietet beispielsweise Fernstudienangebote an. Studenten haben hier die Möglichkeit eine Kombination zwischen ihren Präsenz Veranstaltungen und Online Vorlesungen zu wählen. Diese Universtiät bietet eine beschränkte Anzahl von Kursen an, die dann angerechnet werden können.

Ein zukünftig interessantes Beispiel von e Learning sind „virtuelle Universitäten“. Ein Hauptziel deren ist es das Bildungsspektrum des Studierenden zu erweitern und nicht den Präsenzunterricht verwinden zu lassen.


Hier spielt die Aufbereitung des zu vermittelten Stoffes eine primäre Rolle. Um den gewünschten effizienten Nutzen daraus zu ziehen ist ein positiver Anhaltspunkt laut Hanimann

  • freie und flexible Zeiteinteilung
  • Themen sind jeder Zeit abrufbar und verwendbar
  • Das Lern und Arbeitstempo ist individuell einteilbar
  • Qualitativ und quantitativ bessere Aufbereitung des Lehrmaterials
  • Durch Diskussionsforen lässt sich die kooperative Arbeit verstärken
  • Selbständigkeit und Eigeninitiative werden gefördert
  • Effektiveres Lernen durch den Download der Skripte im Netz - keine halbfertigen Mitschriften


Erfahrungen mit eLearning


Die Aktivitäten der Studierenden werden transparent und nachvollziehbar, die Leistung jedes einzelnen wird sichtbar, Verhalten wird kommentiert und sanktioniert oder belohnt. Dadurch wiederum steigen die Lernerfolge. Die Studierenden erwarten, fordern und honorieren die aktive Betreuung, das Auf-sie-Eingehen, das unverzügliche Feedback zu ihren Beiträgen, das Interesse an ihnen. Es entsteht eine ganz neue Qualität der Beziehung in den Gruppen und zwischen den Studierenden und den Dozenten. An Hochschulen bietet sich die Anwendung von e-Learning in vielen Aufgabenbereichen geradezu an. Insbesondere die Orts- und Zeitunabhängigkeit macht e-Learning als Alternative und Ergänzung zu überfüllten Hörsälen interessant. Eine auf die Bedürfnisse der Lernenden und des Lehrpersonals abgestimmte Gestaltung des Studiums wird dadurch ermöglicht. Ein solches Studium hat zudem den positiven Nebeneffekt, dass dank diesen innovativen Lernmethoden auch der Umgang mit den Neuen Medien geschult wird. Diese Kompetenzen sind im beruflichen Umfeld von grossem Nutzen. (Pallas, 2002) Die Einführung von e-Learning sollte gut durchdacht und strategisch geplant werden. Bevor eine Universität eine umfassende Lernplattform umsetzt, ist es angebracht, ein Pilotprojekt aufzusetzen und erst einmal mit einem kleineren Online-Angebot ins elektronische Lernen zu starten. Es empfiehlt sich, die Lernplattform Schritt für Schritt aufzubauen und in „Zusammenarbeit“ mit Lernenden und Lehrenden diese weiter zu entwickeln. Das E-Learning bietet im Vergleich zum herkömmlichen Lernen Vorteile, doch die virtuelle Lernwelt hat auch Grenzen. In manchen Fällen ist ein menschliches Gegenüber einfach unersetzlich. Und trotz der technischen Möglichkeiten nimmt einem letztlich der Computer das Lernen und die Abschlussprüfung nicht ab. (Hanimann, 2002)

Zukünftige Erfolge von eLearning


Prof. Dr. Michael Kerres verfolgt in ein Modell, das sich aus Referieren, Selbstlernaktivitäten, kooperativem Lernen, tutorieller Betreuung, verschiedenen Gruppenansätzen, Lernberatung und einer gezielten Qualitätskontrolle zusammensetzt. Er ist der Meinung, dass sich nur eine Effizienzsteigerung ergibt, wenn mit verschiedenen gezielten und methodisch vereinbarten Varianten gearbeitet wird. Das Ergebnis einer effektiven Lernsituation bekommt man nur, wenn man laut seiner Meinung die Stärken des Mediums Computer mit den Stärken herkömmlicher pädagogischer Prozesse zusammenspielen lässt. (Kerres, 2000)

Wichtig ist eine eLearning Plattform, die den Studierenden die Möglichkeit bietet über verschiedene Lehrveranstaltungen, Probleme und Klausuren zu diskutieren. Kerres beschreibt einen Wandel der Studenten von passiven zu aktiven Infomationskonsumenten. Durch diesen Prozess soll seiner Meinung nach die Effektivität, Effektivität und Dauerhaftigkeit der Ausbildung erhöht werden. (Kerres, 2000)

Diskussion

eLearning Plattformen bieten sowohl an Universitäten, als auch im Unternehmen zahlreiche Vorteile an. Die Orts- und Zeitunabhängigkeit spielt dabei wohl die größte Rolle. Studenten könnten sich durch die verstärkte Nutzung von eLearning Plattformen vom Blended Learning profitieren und sich die überfüllten Hörsäle ersparen, die Universitäten könnten die Zahl der Präsenzveranstaltungen reduzieren und Unternehmer könnten die kostspieligen Auslandsaufenthalte einsparen.

Zudem erfordert eine konsequente und effiziente Nutzung von eLearning Systemen eine aufwendige Organisation. Dies betrifft sowohl die Einführung von eLearning als auch die laufende Nutzung der Plattformen.

Durch die Einführung eines eLearning Systems wird eine neue Dimension der Wissensvermittlung eingeführt. Vor der Einführung eines Systems ist es wichtig, umfassende Analysen durchzuführen um die Effektivität und auch die Effizienz zu prüfen. Die Zielgruppen sind Schritt für Schritt darauf vorzubereiten und einzuschulen. Es wird viel Zusammenarbeit erforderlich sein, um einen effektiven Nutzen aus der Arbeit mit eLearning Plattformen ziehen zu können.

Literaturverzeichnis


Dassler, S. (2004) Online Nachhilfe. Nachhilfeunterricht via Internet. Wissenschaflticher Verlag Berlin. (24 - 53)


Dumont du Voitel R., Klug M., Weiß Ch. (2002) E Learning. Erfolg im Management und Vertrieb. Verlag Heidelberg. (45 – 99)


Fricke, R. (2001). Technische Universität Braunschweig, Abtlg. Empirische Pädagogik überarbeitete Fassung für die 3. Auflage des Buches Issing, L.J. & Klimsa, P. Information und Lernen mit Multimedia. Weinheim, Beltz. [WWW-Dokument]. URL http://www.tu-braunschweig.de/Medien-DB/empaed/Eval-Multimedia.pdf [Zugriff: 24.01.2006].


Glotz P., Seufert S. (2002)Corporate University. Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter mit E Learning erfolgreich weiterbilden. Institut für Medien und Kommunikationsmanagement Universität St. Gallen. Verlag Huber.(177 – 217)


Glowalla U., Schoop E. (1999) Hypertext und Multimedia. Neue Wege in der computerunterstützten Aus- und Weiterbildung. Springer Verlag. (37 – 67, 277 – 332)


Kerres, M. (2001). Didaktische Konzeption multimedialer und telemedialer Lernumgebungen. 2. Auflage. Verlag Oldenburg (105 – 210)


Kraemer W., Milius F., Scheer A., (1997) Virtuelles Lehren und Lernen an deutschen Universitäten. Bildungswege inder der Informationsgesellschaft. Verlag Bertelsmann Stiftung. (118 – 140)


Kraemer W., Müller M. (2001) Corporative Universities und E Learning. Personalentwicklung und lebenslanges Lernen. Strategien - Lösungen - Perspektiven. Beriebswirschaftlicher Verlag DR. Th. Gabler Gmbh. (287 – 549)


Mayer, R. (2001) Multimedia Learning. Universtiy of California, Santa Barbara, Cambridge University Press. (161 – 192)


Stangl, W. (2003) Internet Schule. Insiderwissen für LehrerInnen. Studienverlag (111 – 120)


Strasser, K. (2004) E-learning und virtuelle Universitäten . Diplomarbeit verfasst am Institut für Pädagogik und Psychologie. (21 – 49)


Hanimann, S. (2002) Diplomarbeit: Einbindung von eLearning in den Universitären Lehrbetrieb [WWW – Dokument] URL (http://www.ifi.unizh.ch/ifiadmin/staff/rofrei/DA/DA_Arbeiten_2002/Hanimann_Sabine.pdf [Zugriff 05.12.2005]


Pallas, (2004) Praxisbericht: Flexibilität und Effizienzgewinne. E Learnng - Multimediales Lernen Online. [WWW – Dokument] URL (http://www.pallas.de/d/news/publikationen/Praxisbe-a05.pdf [Zugriff 05.12.2005]

Kontrollfragen

1.) Aus welchen verschiedenen Gesichtspunkten setzt sich effektive Einsetzung von e Learning im Unternehmen zusammen?


2.) Stehen Kosten und Risiko von e Learning, deren Nutzen und der Effektivität in einem positiven oder negativen Verhältnis gegenüber? (aus der Sicht des Lernenden)


3.) Wie wird die Effizienz im e Learning Kontext definiert?


4.) Wie sieht Kerres die zukünftige e Learning Entwicklung?


5.) Welche qualitativen Effekte des eLearnings gibt es?

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